Archiv der Kategorie 'music'

sektenmusik

besonders „empfehlenswert“ die tracks ultras regensburg und auswaerts. die farben verteidigen! raincastle records ist dabei.

haengengeblieben

als eko damals den anti-savas-track die abrechnung gemacht hat, warf er savas damals vor, er sei auf dem rapfilm haengengeblieben. irgendwie war das gar nicht so eine beleidigung, habe ich damals schon gedacht. und jetzt hat savas diese zeile fuer einen neuen track verwendet:

produziert ist der track von mel beatz und ronald mack donald (!) von der besten deutschrapformation aller zeiten, MOR. und klar: savas rappt gewohnt gut. das spannendste an dem track ist aber die vielzahl der samples: von jay-z ueber snoop dogg, von nas bis dr dre, ueber pharaohe monch, cypress hill, dead prez und notorious big – sie sind alle dabei. in zeiten, wo samples leider immer teurer werden, ist das schon etwas besonderes.

another album, another plague

ein alter freund von mir hatte schon vor jahren einen exzellenten musikgeschmack und schickte mir immer wieder einige wahre musikalische perlen per icq zu. darunter waren nicht nur das bereits hier erwaehnte champion sound von jay dilla und madlib, deren wichtigkeit fuer die hiphopwelt man eh nicht oft genug betonen kann, sondern beispielsweise auch das unglaubliche smoothe la rhumba von rza alias bobby digital. und dann war da noch ein track, dessen beat sich quasi in mein hirn brannte: invincible von capone n noreaga aka cnn. tatsaechlich habe ich es nicht geschafft, eine korrekte version von dem track auf unser aller lieblingsplattform youtube zu finden, darum habe ich jetzt gleich drei verschiedene im angebot: einmal das instrumental, dann den (sehr coolen!) originaltrack, aus dem der beat gesampled ist, jimmy boy and vela – hey boy over there und schliesslich eine liveversion von der diesjaehrigen europatournee, in dem man uebrigens sehr gut sieht, wieviel ein guter beat wert sein kann, wenn man live auftritt.

und auch sonst kann man sich capone n noreaga mehr als einfach nur so anhoeren, vor allem ihr debutalbum the war report. das hatte unter anderem mit tracks wie tony (top of new york), parole violators, bloody money oder halfway thugs wirklich sehr viel gutes material drauf und wurde darueber hinaus auch noch ein kommerzieller erfolg. ob capone unter anderem auch deshalb bei parole violators – zu deutsch: ‚bewährungsverstoßer‘ – nicht mitrappt, weil er genau wegen diesem vergehen waehrend der albumpromotion schon wieder in den knast musste, weiss ich nicht, dafuer aber dass die gangsterattituede der beiden nicht gespielt ist, denn capone verbrachte wie bereits angedeutet einige zeit seines lebens in den strafanstalten seines heimatlandes. im jahr 2000 hiess es dann the reunion und mit einem insgesamt doch um einiges schwaecheren album versuchten die beiden nochmal auf sich aufmerksam zu machen. man hatte neben dem erwaehnten supertrack von primo noch nas und auch mal wieder havoc von mobb deep an bord, aber irgendwie – naja, sieht vielleicht auch jeder anders. ich zumindest komme meistens ueber die sachen aus den 90ern nicht mehr so hinweg. so, nachdem wir nun viel geredet haben ueber dinge, die schon passiert sind: vor 3 tagen ist das neue album von CNN rausgekommen, channel10.

tja, was soll ich zu einem album sagen, dass ich noch nicht gehoert habe? genau genommen nicht viel. aber merkwuerdige ahnungen, die mich beschleichen, die sind schon jetzt vorhanden. es ist ein staendig ueber der musikindustrie schwebendes unheil, dass sich kuenstler bestaendig neu erfinden muessen, um interessant zu bleiben, weil jeder trend solange ausgereizt wird, bis man es zum kotzen satt hat und niemand mehr wirkliche innovationen liefern kann. dann braucht man einen imagewechsel, traegt andere klamotten, verkauft sein neues album mit einem anderen konzept und erzaehlt in interviews, dass man jetzt ‚reifer‘ sei oder das album die ‚persoenliche weiterentwicklung‘ dokumentiere. im hiphop muss man sich zum glueck eher selten derart daemliche phrasen anhoeren (als fan von den toten hosen waere ich schon verrueckt geworden, wenn ich bedenke, wieviel wandlungen diese band schon durchgemacht hat), dafuer aber mitansehen, wie ehemals gute kuenstler einem style hinterherlaufen, der so attraktiv ist wie aeh.. ihr wisst schon. wie komme ich auf diese ganzen wirren gedanken? ich habe mir auf der myspace-seite von capone-n-noreaga das video zu rotate, der singleauskopplung vom neuen album angesehen und bekenne ganz freimuetig: ich koennte kotzen.

was ist aus diesen hardcore-rappern geworden, die da jetzt musik mit ron browz machen? hilfe! auf the reunion bekannte capone noch:

im the messiah, recognize it, political prisoner / from the projects, I send shots where the cops is

und jetzt? ich hoere eine verkackte hook und hoffe, dass wenigstens die von primo und alchemist produzierten tracks auf dem album ein wenig mehr taugen. vielleicht bin ich ja auch einfach unfair, ich weiss es nicht. aber auf einer sehr guten seite, die ich gerne besuche, wurde neulich rakim, eins von new yorks urgesteinen, folgendermassen zitiert:

„There is a certain realm of Hip-Hop [that is missing] and you might have to blame that on New York“, Rakim said. „New York is responsible for bringing that raw, that real gritty Hip-Hop, because we originated it.“

meine nie besuchte weltlieblingsstadt hat in den letzten jahren tatsaechlich einiges an boden verloren: die knicks hatten genau wie die musik von dort auch schon bessere zeiten. bringt das doch bitte wieder zurueck. am besten mit einem album, dass mich voellig unerwartet in ein paar tagen aus den socken haut. wir brauchen auch ueberraschungen im leben.

rest in peace, bro (3)

Am 9. März 1997 wurde Wallace nach dem Besuch der Soul Train Music Award in Los Angeles selbst Opfer eines Drive-by-Shootings. Insgesamt sieben Schüsse wurden an einer roten Ampel aus einem anderen Wagen auf den Chevrolet Suburban, in dem er auf dem Beifahrersitz saß, abgefeuert. Vier Kugeln trafen Wallace in den Oberkörper. Er wurde zum Cedars-Sinai Medical Center gebracht und starb dort um 1:15 Uhr. Die genauen Umstände und die Identität des Täters konnten nicht ermittelt werden.

morgen mehr zum thema, da ich ein wenig auf dem sprung bin. wir sehen uns im hiphop-himmel wieder, biggie!

youre the victim

keith flint wird dieses jahr vierzig jahre alt. deutsche musiker, die in ein solches alter kommen, werden meistens noch peinlicher, als sie es zu jugendzeiten waren, doch zum glueck hat sich diese band schon ihre wuerde bewahrt. waehrend sich also bei den toten hosen sowieso schon alles zusammenzieht vor lauter scham, wenn der alte mann campino („solange johnny thunders lebt, solange bleib ich ein punk“) lebensweisheiten und gossenromantik zum besten gibt, wirkt das bei zwei englaendern, die „whats up in fuckin‘ cologne“ ins mikro bruellen, schon alles etwas sympathischer. wenn ich irgendwann einmal so alt bin – was ich eigentlich ausschliessen moechte – dann waere ich auch gerne in der lage, noch soviel herumzuspringen wie der gute mann es gestern beim prodigy-konzert in koeln getan hat. und wenn ich mit doch 40 werde, dann will ich hoffen, dass meine ohren noch intakt sind. allzu auftritte von derartigen bands sollte ich mir dann aber vielleicht nicht mehr ansehen, denn leise war das konzert nun wirklich nicht.

meinen nachteil, von the prodigy vielleicht 7 oder 8 lieder zu kennen, wurde durch das, was ich red hot chili peppers-effekt nenne – fast alle lieder hoeren sich irgendwie gleich an – konnte ich so eigentlich auch ganz gut kaschieren. und tracks wie breathe oder voodoo people sind schon ganz schoen cool, wenn man sie ueber eine unfassbar laute musikanlage hoert. ich sollte haeufiger mal wieder zu konzerten gehen.

schwarze milch

wir sollten hier einfach viel haeufiger videos von richtig guter musik einstellen, ohne grossartig was dazu zu sagen. so, without further ado, black milk feat. royce da 5″9 – losing out:

lets talk about whos the most underestimated plus underrated city in this hiphop game..

detroit motherfuckin‘ motor city, dudes! abrissbeat.

rest in peace, bro (2)

der februar war kein schoener monat fuer den amerikanischen hiphop.

Am 15. Februar 1999 wurde Lamont Coleman auf der 139th Street in Harlem erschossen, ihn trafen neun Schüsse in die Brust und ins Gesicht.

machs gut, Big L.

rest in peace, bro (1)

heute vor drei jahren verstarb einer der groessten hiphop-produzenten aller zeiten: james dewitt yancey aka jay dilla. vielleicht sollte man bei solchen themen manchmal andere menschen sprechen lassen. in diesem fall die roots:

My man, JD, was a true hip hop artist
… I can‘t explain the influence that
his mind and ear have had on my band
myself and the careers of so many other
artists. The most humble, modest, worthy
and gifted beatmaker I‘ve known. And
definitely the best producer on the mic.
Never without that signature smile and head
bouncin‘ to the beat. JD had a passion for
life and music, and will never be forgotten.
He’s a brother that was loved by me, and I
love what he’s done for us. And though I‘m
happy he’s no longer in the pain he‘d been
recently feelin‘, I‘m crushed by the pain of
his absence. Name’s Dilla Dog and I can only
rep the real and raw. My man, Dilla, rest in
peace.

manchmal wuenschte ich, diese welt haette doch noch mehr zu bieten als das hier und jetzt – vielleicht sogar sowas wie einen ort, wo wir alle hinkommen, wenn unsere sterblichen ueberreste schon lange verschwunden sind. und wenn es sowas gibt, dann werden wir uns dort wiedersehen, alle. und wir werden champion sound hoeren und all die anderen genialen tracks, in denen dein musikalischer geist fuer ewig weiterleben wird, jay dee. bei youtube habe ich noch einen schoenen satz ueber dich gefunden:

the man responsible for some of the best hip hop you‘ve never heard or forgot you heard or didn‘t realise you were hearing.

machs gut.

all the little things that inspire a man

von all den hiphop-alben aus 2008, die ich bisher so gehoert habe, scheint mir das pacewon&mr. green-werk mit dem ziemlich laessigen titel the only color that matters is green eins der sehr, sehr guten zu sein. pacewon ist vermutlich nicht so wirklich bekannt, aber mancher kennt vielleicht die outsidaz, die auf manchen eminem-tracks gegruesst werden (am bekanntesten vermutlich gegen ende von dem ziemlichen killer as the world turns). der gute mensch ist mitglied ebendieser crew.

auf dem album sind ne menge gute sachen drauf, children sing hat zur zeit in sachen kindergesang-samples bei mir die nase vorn, the joker ist ein cooler track, und natuerlich verlinken wir dann auch noch irgendwas hier, um den interessierten ein paar klicks abzunehmen. ich hab mich dann mal fuer who i am entschieden, vielleicht auch, weil auf dem ebenfalls von 2008 stammenden album von ill bill auch ein track drauf ist, der so heisst. und in beiden werden ganz schoen viele namen gedroppt. und dann diese frage, die sich immer wieder aufs neue stellt: kann die liebe zu dieser musik jemals vergehen?

uebrigens auch gerade sehr weit oben in meinen favoriten: das neue album von black milk, tronic. reinhoeren! das royce da 5″9 feature ist geil und dann auch noch pharaohe monch am start. yüar.

..and my lambos blue

eine menge menschen freut sich darueber, dass barack obama die wahlen gewonnen hat. ich gebe es offen zu: ich gehoere dazu. nas und young jeezy auch, womit ich mal wieder auf der seite der guten zu stehen scheine. bei der suche nach einem video zu ihrem gemeinsamen track zu dem thema bin ich leider nur auf zwei eher unbefriedigende moeglichkeiten gestossen: selbst gemixte videos mit originaltext und die offizielle version mit zensierten stellen. also, video anmachen und dann irgendwie anders den track besorgen oder anhoeren, ich habs ja auch geschafft:

yo, obama fo real! peace out to jam master jay, notorious big, soulja slim, pimp c and tupac shakur! ueberhaupt interessant, was da so alles auf schildern hochgehalten wird: queens bridge, NY, watts, CA – und: israel.