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FROMTHEGUTTER

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FTG

Ain´t no Sunshine..

dresden

HEUTE: Gedenkkundgebung


Heute am Montag den 09.11.2009 findet ab 18.30 Uhr eine antifaschistische Kundgebung im Gedenken an die Pogromnacht am 9. November 1938 statt. Der Kundgebungsort, der Borbecker Platz, liegt in unmittelbarer Nähe des Borbeck S-Bahnhofs.

Via AEZ

Oseberg dicht !!

Wie das Medienportal „der Westen“ berichtet, hat der Besitzer des Ladenlokals mit hilfe eines Rechtsanwalts die Auflösung des Mietvertrags erwirken können.

Hier der Bericht:

Essen. Die umstrittene Boutique „Oseberg“ an der Viehofer Straße, die eine bei Rechtsextremisten beliebte Modemarke führt, verschwindet offenbar aus der Essener Innenstadt. Mit Hilfe eines Rechtsanwaltes gelang es, das eigentlich langfristig angelegte Mietverhältnis wieder aufzulösen.

Der Streit um die Boutique „Oseberg“ an der Viehofer Straße, die eine bei Rechtsextremisten beliebte Modemarke führt, ist offenbar beendet. Nach WAZ-Informationen ist es dem Besitzer des Ladenlokals, einem Essener Geschäftsmann, nach fünf Monaten gelungen, den eigentlich langfristig angelegten Mietvertrag mit Hilfe eines Rechtsanwaltes wieder aufzulösen.
Hausbesitzer fühlte sich getäuscht

Der Hausbesitzer fühlte sich getäuscht, weil er einer Protex GmbH aus dem brandburgischen Zeesen seine 130 Quadratmeter an der Viehofer Straße 20 in der Annahme vermietet hatte, es handle sich um den Vertrieb gewöhnlicher Outdoor- und Sportbekleidung. Der brandenburgische Verfassungsschutz hingegen spricht von Erkennungskleidung der Neonazi-Szene. In den folgenden Monaten kam es immer wieder zu Demonstrationen und Beschädigungen gegen das Geschäft.

„die müssen wohl zuviel Zeit haben“

sagte diese „sauberfrau“ und verbrachte gute 40 minuten ihres lebens damit die hausfassade wieder in ihren ursprünglichen grau-braunen ur-zustand zu versetzen… na dann herzlichen glückwunsch meine liebe..

"die müssen wohl zuviel zeit haben"

(via Ony2)

understandin each other aint easy

wenn man selbst nicht weiss, was man schreiben soll, dann faengt man an, andere seiten zu verlinken. das gibt einem die moeglichkeit, ein paar zeilen in die tastatur zu hacken und sonst nur auf die arbeit anderer zu verweisen. und heute soll auf die arbeit derer verwiesen werden, die menschen wie mir helfen, diese welt besser zu verstehen. das englische ist eine unglaublich schillernde sprache, in der es die interessantesten slangphrases, redewendungen und wortverdrehungen gibt. sie alle zu kennen, ist ein ding der unmoeglichkeit. und wenn ich mal wieder nachschlagen muss, was eigentlich genau die bezeichnung bush-league bedeutet (showing inadequacy by contrast to other norms so as to be viewed by others as uncivilized, uncouth, and unacceptable. ) oder was genau die suedstaatenmacks chamillionaire und UGK meinen, wenn sie von ridin dirty sprechen, dann schaue ich bei urban dictionary vorbei:

driving in an automobile while having atleast a felony charge worth of illegal drugs and or unregistered firearms with you.

und das schoenste ist: man kann auch selbst etwas schreiben, ergaenzen und bewerten.

wenn die aufklaerenden mit witz und gleichzeitiger genauigkeit wissensluecken schliessen, macht der lernvorgang meistens viel mehr spass. und genau darum fuehrt der zweite link heute zu einem der interessantesten blogs, die ich im internet bisher finden konnte, naemlich zu usa erklaert. die menge an informationen ueber das land jenseits des grossen teichs, die amuesanten erklaerungen von uebersetzungsfehlern, aber auch die einblicke in das privatleben des/der autor/en zeichnen ein ziemlich sympathisches bild von menschen, die offenbar eine menge wissen. von denen sollte es mehr geben.

rest in peace, bros

am 27. juni 1985, heute vor 24 jahren, wurde der anti-apartheidsaktivist matthew goniwe zusammen mit seinen freunden sparrow mkhonto, fort calata und sicelo mhlauli auf dem weg durch das suedafrikanische eastern cape von polizeieinheiten angehalten. unter einem vorwand wurden sie aus ihren autos gelockt und kurze zeit spaeter auf brutalste art und weise ermordet, ihre leichen bestialisch geschaendet und dann in der suedafrikanischen einoede verscharrt. dabei handelte es sich, wie viele jahre spaeter herauskommen sollte, nicht um einen spontanen gewaltausbruch der south african police, sondern um einen von der politischen fuehrung des landes angeordneten mord. genau genommen hatte der eingegangene befehl gelautet: to remove goniwe permanently from society. derartig eindeutig-zweideutig codierte sprache war im apartheidsstaat, der bis zum ende seines bestehens diplomatisch, militaerisch und finanziell von den staaten der westlichen welt unterstuetzt wurde, gang und gebe. bis heute ist kein verantwortlicher aus dem hoeheren regierungsapparat fuer diesen mord verurteilt worden, und hunderte anti-apartheids-aktivisten mussten im kampf fuer mehr gerechtigkeit ihr leben lassen. ihnen allen ist dieses posting gewidmet.

fuck the police, cause all of them niggers is fake..

first rule is

um ehrlich zu sein: ich habe mal mehr gelesen. zum intellektuellen-status hat und wird es zwar nie reichen, aber ein bisschen input von anderen menschen ist eigentlich keine schlechte sache. nun liest man ueblicherweise aus zwei gruenden, die sich manches mal miteinander vermengen: entweder zur bildung und information, oder aber zur zerstreuung und unterhaltung. und es gibt eben auch unterhaltungsliteratur, die einen verschrecken, einschuechtern, auf die folter spannen soll, so wie es eben auch the ring gibt, fuer leute, die einen film gucken, um sich davon erschrecken zu lassen.

erschrecken moechte chuck palahniuk auch, glaube ich. darum schreibt er seit vielen jahren buecher, das bekannteste, weil als film adaptierte von ihnen duerfte fight club sein. diesen film habe ich damals im kino gesehen, ich erinnere mich sehr genau. das war schon beeindruckend, vor allem als nicht sonderlich heller teenager: da guckt man ueber eine stunde gebannt auf den bildschirm, wie sich der damals ganz unbestritten sexies man alive brad pitt mit ein paar anderen harten burschen die schnauze einhaut. warum er das tut, erklaert tyler durden in pathetischen worten:

Man, I see in fight club the strongest and smartest men who‘ve ever lived. I see all this potential, and I see squandering. God damn it, an entire generation pumping gas, waiting tables; slaves with white collars. Advertising has us chasing cars and clothes, working jobs we hate so we can buy shit we don‘t need. We‘re the middle children of history, man. No purpose or place. We have no Great War. No Great Depression. Our Great War’s a spiritual war… our Great Depression is our lives. We‘ve all been raised on television to believe that one day we‘d all be millionaires, and movie gods, and rock stars. But we won‘t. And we‘re slowly learning that fact. And we‘re very, very pissed off.

yeah, das ist harter stuff. da der film von david fincher auch noch recht gut inszeniert worden ist, verfaengt sowas schon irgendwie. wie er da steht, tyler, mit seinem makellosen koerper, gleichzeitig so unfassbar tough und cool, jeder moechte sein wie er: er kriegt die frauen, er kann sich kloppen, er hat die sprueche. es sind solche und andere passagen, in denen der rebell in uns allen angesprochen wird, in denen wir uns wuenschen, auch so zu sein, auch auszubrechen von allen gesellschaftlichen konventionen. warum eigentlich alles so schlimm und ablehnenswert ist? kein wort, wofuer auch? hauptsache dagegen – die pose ist zur ideologie geworden. und doch muss alles so unglaublich pathetisch enden, mit einem sich in den armen liegenden pärchen vor zerbrechenden hochhaeusern in einer namentlich nicht weiter genannten amerikanischen grossstadt (oder ist es doch new york?).

lange zeit hatte dann nicht wirklich etwas mit dem sonstigen literarischen Œuvre (ich bin so stolz, so ein wort hier anbringen zu koennen) von palahniuk zu tun, ehe ich dann auf die idee kam, mir doch mal ein paar seiner buecher zu kaufen. am ende hatte ich in relativ kurzer zeit flug 2039 gelesen, danach kam der simulant und es wurde mir irgendwie langsam ein bisschen anstrengend, denn in diesen romanen geht es im grunde immer um dasselbe: den ausbruch eines merkwuerdigen mannes aus einer selbst empfundenen gesellschaftlichen zwangsweste, and: it gets even worse.

die geschichten gleichen sich auch so wie ein haar dem anderen und der verdacht, dass diese buecher mit einem computerprogramm geschrieben wurden, draengt sich mir immer mehr auf. wers nicht glaubt, dem zitiere ich gerne mal ein paar zusammenfassungen von amazon:

Er scheint ein ganz normales Leben zu führen: Tender Brenson arbeitet tagsüber als Hausdiener, und nachts übt er sich in telefonischer Seelsorge. Doch er ist der Letzte seiner Art, der letzte Überlebende einer strenggläubigen, kultischen Gemeinde, die kollektiven Selbstmord verübt hat. Allerdings scheint jemand bei manchem Mitglied etwas nachgeholfen zu haben, und auch Brensons Stunden sind gezählt.

(ueber flug 2039)

Nur zwei Wünsche beherrschen das Leben von Victor Mancini: schnelles Geld und schneller Sex. Und er hat äußerst ungewöhnliche Methoden entwickelt, um von beidem möglichst viel zu bekommen. Doch einem Gefühl der Leere und Langeweile kann Victor nicht entkommen, bis er eines Tages auf die Ärztin Dr. Marshall trifft.

(ueber der simulant)

Mit leiser Stimme gesungen oder nur in Gedanken rezitiert, vermag ein afrikanisches Wiegenlied jeden zu töten, der es hört. Würde dieses Schlaflied durch Radio oder Fernsehen verbreitet, es brächte Millionen von Menschen die ewige Ruhe. Gemeinsam mit drei äußerst unterschiedlichen Mitstreitern, die alle auch ihre ganz eigenen Interessen verfolgen, begibt sich der Reporter Carl Streator auf eine phantastische Reise durch Amerika, um dieser unheimlichen Bedrohung Einhalt zu gebieten .

(ueber lullaby)

der faden ist gesponnen: ich werde mich in den naechsten wochen mit einem faehigen computerprogrammierer zusammensetzen und die ultimative roman-schreibe-maschine von chuck palahniuk nachbauen. so schwer kann das nicht sein: enttaeuschter 30-40jaehriger mann, der eine ins ekelhafte gesteigte neigung zu absonderlichen praktiken (auch sexueller art) hat, trifft komische, durchgedrehte frau, die entweder boese absichten oder uebernatuerliche faehigkeiten hat – oder seine unsterbliche liebe werden soll. und meistens sogar alles drei auf einmal. dann trifft dieses duo noch ein paar andere freaks, jeder mensch ist sich in der welt von palahniuk spinnefeind und trachtet nur danach, dem jeweils anderen moeglichst hab und gut und dazu am besten noch das leben zu nehmen. alle menschen sind haesslich, eklig und gemein. und mittendrin: ein antiheld, der einfach partout nicht sympathisch werden soll. es nervt. so reist dieses gespann durch die usa, staendig auf der flucht und gleichzeitig auf der suche: sinn hat sowieso gar nichts, warum also damit anfangen, einen handlungsfaden zu entwerfen? ihr habt fight club gesehen und findet es cool, wie edward norton in kurzen exkursen auf die absurditaeten im versicherungsgeschaeft eingeht? ich auch. bis ich der simulant las und dachte: das scheint methode zu haben. victor mancini ist sexsuechtig und weiss alles ueber sextechniken. die freundin von carl streator ist immobilienmaklerin und weiss alles ueber moebelstuecke. tender brenson ist ein bodybuildingfreak. man kann ein buch von palahniuk eigentlich auf jeder beliebigen seite aufschlagen, und man wird dort immer nur zwei dinge finden: uebertrieben ausufernde beschreibungen von nebensaechlichkeiten oder aber weisheiten, die gar keine sind. beispiele gefaellig?

wir gehen ein paar schritte weiter, und der korridor verwandelt sich in einen wald aus garderoben und hutablagen, schirmstaendern und mantelstaendern. dahinter erhebt sich die naechste wand aus vitrinen und schraenken. „elisabethanisch“, sagt sie und beruehrt ein stueck. „tudor..eastlake..stickley..“
wenn man zwei alte stuecke nimmt, zum beispiel einen spiegel und eine kommode, und zu einem stueck zusammenfuegt, sprechen die fachleute von einem verheirateten stueck, erklaert sie mir. als antiquitaet hat das dann keinen wert mehr.

die beste methode, sen leben zu vergeuden, ist staendiges notizenmachen. die einfachste methode, dem leben aus dem weg zu gehen, ist einfach nur zuzusehen. auf die details achten. berichten. nicht teilhaben.

um es kurz zu machen: es ist furchtbar. entweder der uebersetzer der buecher ist hauptberuflich schwerverbrecher oder aber da ist wirklich nicht mehr zu holen. immer dasselbe. immer. und am ende geht natuerlich alles total schief und irgendwie halt auch nicht, wie in einem modernen maerchen. auf jeden fall ist diese welt eine ganz furchtbare (da stimme ich zu), aber warum sie das ist, das werden wir von herrn palahniuk wohl nie wirklich erfahren. er ist naemlich nur daran interessiert, zu schildern, wie sich ihre fuerchterlichkeit aeussert. aber dafuer wuerde es mir auch reichen, einen tag durch die stadt zu gehen. also, an all die schlauen menschen, die hier lesen: sagt mal ein paar coole buecher. aber bitte nichts ueber spleenige maenner mit komischen vorlieben. sonst fange ich auch an, einen roman zu schreiben.

boyhood dreams

i had a dream last night: i was writing a book entitled how things finally started working out.

well, actually they didnt.

Demo gegen „Thor Steinar“

Für den kommenden Montag (6.4.) haben AntifaschistInnen aus Essen eine Demonstration gegen den am Freitag eröffneten „Thor Steinar“-Laden in der Innenstadt angemeldet. Beginn ist um 17.00 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz (Bahnhofsvorplatz).

via AEZ