Beiträge von ultrassindia

football is still there

ich weiss gar nicht, wieviele der besucher dieser seite sich ueberhaupt noch fuer fussball interessieren. ich mich ja schon. und darum habe ich diesen hoppingbericht in einem muensteraner fanforum schon ziemlich gerne gelesen. berichtet wird von den spielen bari-salerno und barletta-cosenza. viel spass.

bilder gucken

die graffiti-galerie der hsv-gruppe poptown wurde aufgefrischt. in allen drei unterkategorien gibts neue bilder, wer schonmal auf der seite war, der sollte einfach ans ende der galerien klicken und dort weiterschauen.

changes

in muenster hat sich was getan, doch lassen wir die protagonisten selbst sprechen:

Aufgrund von internen Streitigkeiten und der damit verbundenen Auflösung der Brigade Monasteria, der führenden Gruppe des Zusammenschlusses Curva Monasteria, und der Nachwuchsgruppe Bambule Jugend, war für mehrere Personen aus diesem Kreis sowie einiger Ex-Lunatics und bisher gruppenlosen Personen klar, dass man den SCP mit einer neuen Gruppe unterstützen wollte. Im September des vergangenen Jahres setzte man sich dann gemeinsam an einen Tisch um über die aktuelle Situation zu diskutieren, und über die nächsten Wochen wurde der Wunsch von allen Involvierten nach einer eigenständigen Gruppe immer größer.

den ganzen text gibts auf der seite der gruppe deviants, die praktischerweise ebenfalls bei blogsport liegt.

„ist der nicht vonne suptras?“

manche kennen vielleicht schon die band feine sahne fischfilet, die sich zu einem guten teil aus leuten zusammensetzt, die in ihrer freizeit gerne zu spielen von hansa rostock gehen. am 10. januar bringen sie nun ihr erstes album raus, und ein ziemlich amuesantes interview mit dem sänger der band und noch ein paar anderen leuten kann man sich hier anhoeren. lohnt alleine schon wegen des überaus lustigen dialekts.

rechtsweg

auch nur woanders gefunden, daher bitte mit dem etwas schwammigen verweis begnügen:

Fan oder Schläger?

Der Streit um die Datei „Gewalttäter Sport“ geht im Jahr 2009 wohl bis vor das Bundesverwaltungsgericht.

Berlin – Auch wenn 2009 ein Fußballjahr ohne Großereignis wird – ein anscheinend ewiges Thema wird Hooligans sowie friedliche Fußballfans auch in diesem Jahr beschäftigen: der Konflikt mit der Polizei. Kurz vor Weihnachten urteilte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg, dass der vom Bundeskriminalamt (BKA) geführten Datei „Gewalttäter Sport“ die rechtliche Grundlage fehlt. In der Datei sind knapp 10 000 Anhänger gespeichert, die bei Sportereignissen (in der Regel bei Fußballspielen) auffällig geworden. Fanorganisationen werten das Urteil als vorläufigen Sieg über ein Instrument der Polizei, dem sie mangelnde Transparenz und Willkür vorwerfen.

Das Lüneburger Gericht bestätigte ein Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover. Das hatte einem Ultra-Fan der „Brigade Nord“ von Hannover 96 Recht gegeben, der dagegen geklagt hatte, von der Polizeidirektion Hannover in die so genannte Hooligan-Datei eingetragen worden zu sein. Die Polizei will in Revision gehen, der Fall würde dann ans Bundesverwaltungsgericht verwiesen. Allerdings erst in einigen Wochen: Das Urteil wurde noch nicht schriftlich zugestellt, erst wenn das geschehen ist, bleibt der Polizeidirektion ein Monat, um Berufung einzulegen. „Wir sehen das als stellvertretendes Verfahren“, sagt Polizeisprecher Olaf Bode. „Die Sache betrifft ja nicht nur uns, sondern viele Polizeidienststellen.“

Grundsätzlich geht es um die Frage, ob eine BKA-interne Anordnung reicht, um die Datei bundesweit zu führen, oder ob das Bundesinnenministerium mit Zustimmung des Bundesrats dazu eine Verordnung erlassen muss.Die Kritik der Fans ist grundlegenderer Natur. „Es gibt einfach kein eindeutiges Kriterium dafür, wer in die Datei eingetragen wird“, sagt der Sprecher des Fanrechtefonds Philipp Markhardt. „Dazu kommt, dass die Behörden nicht verpflichtet sind, jemanden darüber zu informieren, dass er eingetragen wurde.“ Dadurch sei es schon vorgekommen, dass Fans vor dem Urlaub am Flughafen überraschend die Ausreise verweigert wurde, weil am Urlaubsort ein Fußballspiel stattfand. Der Fanrechtefonds fordert deshalb ein „gerechteres Verfahren“, eine höhere Schwelle für den Eintrag in die Datei und besseren Schutz gegen „polizeiliche Datensammelwut“.

Im Bundesinnenministerium sieht man das naturgemäß anders. „Wir begrüßen, dass die Polizeidirektion Hannover in Revision gehen wird und sind der Auffassung, dass die Rechtsgrundlage ausreicht“, sagte ein Sprecher. Auf die aktuelle Arbeit der Behörden habe das jüngste Urteil jedenfalls noch keinen Einfluss.

Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte, hofft, dass die Diskussion bewirkt, „dass die Datei so reformiert wird, dass sie ihren Sinn erfüllt“. Bislang sei nur sehr vage formuliert, nach welchen Kriterien die Polizei einen Fan in die Datei einträgt. „Das muss nachvollziehbarer und nachprüfbarer werden“, sagt Gabriel. Aus pädagogischer Perspektive sei es zudem dringend nötig, dass die eingespeicherten Personen darüber Kenntnis erhalten. Jeder Unrechtsfall werde von Fans als Bestätigung für das Feindbild verstanden, dass die Polizei alle Fußballfans als Verbrecher sieht“, sagt Gabriel. „Dafür bietet die Datei eine große Angriffsfläche.“

Prinzipiell haben weder Gabriel noch Philipp Markhardt etwas dagegen, dass die Sicherheitsbehörden die Namen von durch Gewalt aufgefallenen Fußballanhänger sammelt. „Aber auch das Bundesinnenministerium sollte ja daran interessiert, dass in einer Gewalttäter-Datei wirklich nur Gewalttäter gespeichert sind“, sagt Markhardt. „Sonst wird aus einer Hooligan-Datei eine Fan-Datei.“

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 05.01.2009)

dortmund? find‘wa doof!



this is just awesome

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danke, lieber tobi neumann, fuer die schoenen stunden, die du mir und meinen kopfhoerern heute beschert hast. wer an dem erlebnis, von dem ich rede, teilhaben moechte, moege sich folgendes set runterladen, natuerlich aufgenommen im harry klein in muenchen:

Tobi Neumann @ Harry Klein Club – 2006-04-21
Parte 1 : http://www.megaupload.com/es/?d=EFFP4Q69
Parte 2 : http://www.megaupload.com/es/?d=A1HHUQ7P

swuuuuuuuuuuuush!

and celebrations

zehn jahre usw:

wenns noch ein groesseres bild geben sollte, wirds natuerlich nachgeliefert.

music changed my life in so many ways

in all den jahren, die vergangen sind, seit ich die elektronische musik fuer mich entdeckt habe, gab es stets diese momente, die vermutlich jeder kennt, der fuer diese musik die gleiche liebe empfindet wie der schreiber dieser zeilen: die einsicht, dass auf das, was bisher gemacht wurde, noch einer draufgesetzt werden kann, eine erkenntnis, die mal in kuerzeren, mal in laengeren abstaenden zueinander an die oberflaeche trat. heute schaut man mit einem schmunzeln auf die tracks und die abende zurueck, mit denen man die ersten erfahrungen mit der musik machte, erinnert sich – vielleicht manches mal ein wenig peinlich beruehrt – daran, mit was fuer leuten man in was fuer laeden die musik und den lifestyle, der nun einmal mit ihr verbunden ist, lebte und genoss.

und doch, die momente kamen immer wieder, wo man es bemerkte: dass da immer noch mehr geht, immer noch ein wenig (oftmals auch eine ganze menge) luft nach oben war, immer noch jemand da war, der die messlatte ein stueck nach oben legte. platten, zu deren klang man frueher in ekstase geriet, wirkten belanglos, oede, langweilig, ohne jeden esprit – weil es sich mit der musik wie mit dem technischen fortschritt in der filmindustrie verhaelt: nichts ist langweiliger als ein kinofilm, dessen einziges aushaengeschild die special effects waren und der sonst – ausser einer flachen story und eindimensionalen charakteren – nichts zu bieten hatte, sobald die naechste generation an computereffekten auf den markt kam und die explosionen und computeranimationen so billig wirkten, dass man nur noch darueber lachen konnte. in diesen momenten bekamen diese produkte der kulturindustrie hoechstens noch einen nostalgischen wert, der vielleicht dabei half, noch eine lieblos designte collectors edition abzuwerfen – oder, im falle der musik – auf retroparties zum besten gegeben zu werden, in der hoffnung, dass es immer noch genug leute gaebe, die noch nicht gemerkt haben, dass es laengst besseres gibt.

und so sitze ich nun hier, es ist halb 4 in der nacht, troy pierce haut mir einen sound um die ohren, den ich mit worten kaum beschreiben kann: ein freund brachte es neulich auf den punkt, als er sagte, die musik sei so gut geworden, dass man an ihr kaum noch vorbeikaeme. ich glaube, viel besser kann man es kaum formulieren. und in dieser scheinbaren perfektion blitzt die ahnung auf, dass das noch nicht das ende der fahnenstange sein kann, dass das ende der geschichte eben auch musikalisch noch nicht eingelaeutet ist, dass auch wir noch entwicklungen erleben werden, die wir noch gar nicht erahnen koennen: die bessere welt wird errichtet werden, vielleicht nicht heute, vielleicht nicht mehr in diesem leben, aber irgendwann ist es so weit. und so lange das noch nicht so ist, kann man ja dasjenige abfeiern, was schon da ist: gute musik, zum beispiel von troy pierce. ein bisschen was von kommunismus hat das jedenfalls schon, in manchen momenten.

aepfel und birnen

ja, auch von uns coolen fans bei rwe gab es ein spruchband, dass der gruppe ultras gelsenkirchen viel kraft im kampf gegen repression wuenschte. man kann allerdings in seinen formulierungen auch weit uebers ziel hinausschiessen, wie es in muenchen geschehen ist:

irgendwann wirds albern. oder moment, ist da vielleicht schon die gedankenpolizei in mein zentrales nervensystem eingedrungen und kontrolliert meine gedanken?