Archiv für Januar 2009

endlich wieder ultrafrei

Hennef – Mehr als 100 so genannte Ultras zogen am Nachmittag durch die Innenstadt zur Sövener Straße, auf ihrem Rückweg wurden sie von Polizisten einer Einsatzhundertschaft eskortiert. Das sah schon ganz nach einem Bundesligaspiel aus. Doch die zumeist schwarz gewandeten, jungen Leute wollten nicht zu einem Spiel des FC Hennef oder TV Rott.

Es waren hart gesottene Fans von Schalke 04, die ihr Team an der Sportschule anfeuern wollten. Dort gab es eine Partie zwischen den U 23-Mannschaften aus dem Gelsenkirchener Stadtteil und der Eintracht aus Frankfurt. Und der Schalker Fußballanhänger ist wohl ein extrem treuer, der fährt zu jeder Begegnung mit. Aus Hessen dagegen war von Anhang nichts zu sehen.

Gegen 15.30 Uhr entdeckte eine Streifenwagenbesatzung den Menschenauflauf. Die Ultras deckten sich bei einem Verbrauchermarkt ein. Auf die Frage, wo es denn hingehen sollte, antworteten die scheinbar gut organisierten Mitglieder der Truppe erst gar nicht, wie ein Polizist berichtete. Stattdessen strebten sie zielgerichtet ins Dürresbachtal. Den Hennefer Beamten wurde es ein wenig mulmig, sollten die Hooligans richtig Ernst machen, wären sie letztlich die Dummen.

ganzen artikel gibts beim koelner stadtanzeiger.

..and my lambos blue

eine menge menschen freut sich darueber, dass barack obama die wahlen gewonnen hat. ich gebe es offen zu: ich gehoere dazu. nas und young jeezy auch, womit ich mal wieder auf der seite der guten zu stehen scheine. bei der suche nach einem video zu ihrem gemeinsamen track zu dem thema bin ich leider nur auf zwei eher unbefriedigende moeglichkeiten gestossen: selbst gemixte videos mit originaltext und die offizielle version mit zensierten stellen. also, video anmachen und dann irgendwie anders den track besorgen oder anhoeren, ich habs ja auch geschafft:

yo, obama fo real! peace out to jam master jay, notorious big, soulja slim, pimp c and tupac shakur! ueberhaupt interessant, was da so alles auf schildern hochgehalten wird: queens bridge, NY, watts, CA – und: israel.

darth vader stories

einer der tollsten namen fuer eine hiphop-kombination kommt aus philadelphia: jedi mind tricks, eine combo aus dj stoupe und den mcees vinnie paz und neuerdings auch wieder jus allah. deren erste platte, violent by design, habe ich gefuehlte zweitausendmal gehoert und nun kann man am 7.2. tatsaechlich dazu kommen, diese independent-hiphop-legenden live zu sehen, und zwar in muenster (ja, wir mit unserem scheiss muenster!). kann man sich eigentlich nicht entgehen lassen, wenn man die musik mag. als appetizer noch einer der bekanntesten tracks: jmt feat. ra the rugged man – uncommon valor (a vietnam story).

mehr infos auf der myspace-seite von jmt, wo wir uebrigens auch erfahren, dass bei der tour outerspace dabei sind. wie sagt man so schoen? zwei fliegen mit einer klappe.

roooooooooooooooooooooooooof

stelle spricht fuer sich, wa.

why democracy sucks

die mitglieder des hsv haben heute einen neuen aufsichtsrat gewaehlt. von der homepage des vereins:

Der Hamburger SV hat einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Zur ordentliche Mitgliederversammlung kamen am Sonntag (25.01.09) insgesamt 4.893 Miglieder (davon 4342 stimmberechtigte Mitglieder) ins Congress Center Hamburg. Der alte Aufsichtsrat und der Vorstand wurden dabei beide mit großer Mehrheit entlastet.

Bei der Wahl zum neuen Aufsichtsrat setzten sich im ersten Wahlgang folgende Kandidaten mit über 50 Prozent der 4186 abgegebenen Stimmen durch.

Horst Becker mit 3040 Stimmen
Alexander Otto mit 2639 Stimmen
Prof. Dr. Jörg F. Debatin mit 2776 Stimmen
Ian Kiru Karan mit 2574 Stimmen
Ronald Wulff mit 2549 Stimmen
Bernd Enge mit 2218 Stimmen

Im zweiten Wahlgang (insgesamt 3.722 abgegebene Stimmen) wurden Sergej Barbarez (1865 Stimmen) und Peter Becker (1536) gewählt.

damit hat kein einziger kandidat, der aus fankreisen aufgestellt wurde, den einzug geschafft.

verhuetung


aeh, das ist doch ein kondom, oder? horda frenetik gleich ultras von metz.

alive and kickin

Wir, die Ultras Darmstadt 2003, beziehen hiermit Stellung zum Verlust mehrerer unserer Zaunfahnen nach dem Hallenturnier in Eppelheim. Was an diesem Abend geschehen ist, stellt für uns nicht nur den schwersten Moment in fünf Jahren Gruppengeschichte dar, sondern zwingt uns auch dazu uns als Gruppe zu hinterfragen und in unserem Tun und Denken zu verändern. Wir müssen uns klare Fehler eingestehen, welche bereits im Vorfeld den Status einer funktionierenden Ultragruppe in Frage gestellt haben.

Nach ausgiebigen Diskussionen im Kreise aller Gruppenmitglieder und dem ultraorientierten Umfeld der Fanszene, kommen wir zu dem Entschluss uns diesen Fehlern zu stellen. Wir legen unserem Fortbestehen einen radikalen Strukturwandel zu Grunde, welcher sich folgendermaßen ausdrückt: Die sofortige Auflösung aller Sektionen, sowie die Abschaffung der bisherigen Führungspositionen innerhalb der Ultras Darmstadt. Daraus resultiert die Neustrukturierung aller Arbeitsweisen, welche das Fundament einer lebendigen Ultragruppe bilden. Diese Veränderungen erachten wir als absolut notwendig, um den Fortbestand des Ultragedankens in Darmstadt zu sichern. In den nächsten Wochen werden sicherlich weitere Veränderungen innerhalb der Gruppe folgen, welche zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen sind.

Bestandteil unserer Diskussionen war selbstverständlich eine mögliche Auflösung. Diesen Schritt ziehen wir aus diversen Gründen jedoch nicht in Betracht.

den rest der stellungnahme gibts auf der seite der ultras darmstadt.

herzlich willkommen in unserer welt

wir haben hier schonmal auf verschiedene versuche von fussball-menschen hingewiesen, hiphop-musik zu machen. in oesterreich duerften die bekanntesten vertreter dieser kombination wohl zwei kuenstler von terror durch kunst sein: eisbaer und mcp. die beiden sind in der fanszene von austria salzburg aktiv und haben nun tatsaechlich das naechste album released. das dazu passende mixtape gibts bei youtube:

wer sich durch die 8 minuten gequaelt hat, wird vermutlich genau wie ich den eindruck haben, die worte schwul, boxen und ehre ein weeeeenig zu oft gehoert zu haben. aber da gibts doch tatsaechlich einen lichtblick, wenn auch nicht selbstgemacht: wer genau wie ich ein sagenhafter geto boys-freak ist, kann sich ab etwa 1:05 minuten am beat von mind playin tricks on me erfreuen. (hier war wohl der wunsch vater des gedanken, siehe kommentare. da muessen wir dem machwerk wohl noch eine chance geben!)
der rest wird vermutlich auch nicht aus eigener feder stammen, auch wenn ich auf anhieb nichts anderes 100%ig erkannt habe. und nochmal hoeren ist mir gerade zu anstrengend, also: wo sind die heads?

We want Damage !

Die Essener Verkehrs AG klagt über steigende Kosten durch Vandalismus und stellt dabei ein paar interessante dinge fest.

fggfg

[…]Eingeschlagene Scheiben sind nur eine Facette des Problems, Graffiti eine andere.[…] Auch vor dem U-Bahnhof Hirschlandplatz, vor kurzem erst saniert und farblich neu gestaltet, machen die Sprayer nicht halt. „Wir rollen ständig mit Farbe hinterher“, so Gröpper resignierend.

Besonders augenfällig ist das Ausmaß am Viehofer Platz. Der U-Bahnhof war einst von der Künstlerin Gabriele Stirl und Jugendlichen im Rahmen eines Projektes zur Beschäftigungsförderung künstlerisch gestaltet worden. Die Wände sind inzwischen so stark besprüht, dass das Kunstwerk nicht mehr zu retten sei. Da hilft auch kein Schutzanstrich. „Bevor die lossprühen, rauen sie die Wände auf, damit die Farbe tief ins Mauerwerk eindringt“, berichtet Gröpper. Gegen soviel kriminelle Energie ist kein Kraut gewachsen. Bei der Evag denken sie deshalb darüber nach, die Stribl-Bilder komplett zu übermalen.

Auf bis zu fünf Millionen Euro jährlich beziffert Evag-Sprecher Nils Hoffmann den Schaden, der dem Nahverkehrsunternehmen durch mutwillige Zerstörungen entsteht, allen voran durch Graffiti. „Offenbar gibt es in Essen eine sehr aktive Sprayer-Szene.“ Die Polizei registriert „eine steigende Tendenz“ bei Sachbeschädigungen durch Graffiti. Fotos und Filmchen von Farbanschlägen auf Waggons und Wände sind im Internet zu sehen. „Das gibt wohl den Extra-Kick“, vermutet Hoffmann. Was tun? Die Evag prüft, die U-Bahnanlagen mit weiteren 600 Kameras auszurüsten, zusätzlich zu jenen 250, die ausschließlich die Bahnsteige überwachen. Kosten: etwa zwei Millionen Euro.

Hier gibts den ganzen Artikel zu den sorgen der EVAG

Graffiti isn´t a Crime !

now we are

in einem seiner vielleicht bekanntesten lieder rappte tupac shakur mal:

take the evil out the people theyll be acting right
cause both black and white is smokin crack tonight
and the only time we chill is when we kill each other
it takes skill to be real, time to heal each other
and although it seems heaven sent
we aint ready to see a black president

seit heute ist diese aussage wohl haltlos, denn „my president is motherfuckin black!“. wieviel wohl die wahlwerbung von rappern wie nas oder jay-z gebracht hat?

my president is black but his house is white – i love the united states of america.