Archiv für Oktober 2008

nicht nur dort


st pauli vs wehen.

i need a hero

jeder hat seine eigenen helden, die fans von partizan belgrad auch:

king of rap

in dem track mein leben spricht prinz pi aus, was jeder denkt, der mit dieser musik genauso aufgewachsen ist wie er und ich:

ich ging ins rare stuff
savas hiess noch jugz
mk gab mir wbm – ich war eine woche baff

und ich glaube ohne savas und taktloss
waer kein einziger rapper aus dieser stadt gross
ohne maskulin gaeb es kein hype um berlin
wbm war fuer meine generation wie reines kokain.

john bello story 2 ist da. und weil savas immer noch der king of rap ist, hoffe ich, dass das album auch dementsprechend gut ist. hats vielleicht sogar schon jemand und kann dazu was sagen?

mr carter, where have you been?

in den usa ist er laengst ein star, und als ich neulich ein paar promo-aufkleber fuer sein neuestes album sah, dachte ich schon, dass man ihn auch hierzulande mittlerweile kennt, aber nach ein paar gespraechen mit bekannten ist mir dann doch aufgefallen, dass lil wayne vielen immer noch ein fremdwort ist. sein neuestes album, tha carter iii, hats immerhin bis auf platz 29 der deutschen albumcharts geschafft, in anbetracht der tatsache, dass sich tha carter ii dort nichtmal auf rang 100 wiederfinden liess, ist das natuerlich schon ein fortschritt.

dabei sollte lil wayne eigentlich bekannter sein, immerhin geht auf sein label cash money records die bezeichnung bling bling zurueck, ein wort, das mittlerweiele jeder aus den verschiedensten kontexten kennt. mir persoenlich hatte das tha carter ii-album ja schon recht gut gefallen, und die nummer drei schliesst sich da eigentlich recht nahtlos an. die tracks sind von unterschiedlichen produzenten, unter anderem von kanye west, dr dre, swiss beatz oder alchemist und die namen halten tatsaechlich, was sie versprechen: eine grosse bandbreite an stilen und einfluessen, zu denen lil wayne dann sowohl stilistisch als auch thematisch sehr unterschiedlich rappt. am bekanntesten duerfte mittlerweile die single lollipop sein, darum als link diesmal der erste laengere track des albums, mr. carter featuring einem rapper, der fuer mich persoenlich eine der geilsten saeue auf diesem planeten ist: jay-z. scheisse, ich waere so verdammt gerne jay-z. gibt es jemanden, der cooler ist als: jay-z?

und dann haben wir auch die antwort auf die frage, wo er war: he’s been hustlin. uebrigens, wo wir bei unterschaetzten und unbekannten rappern sind: man hoere sich das feature nothin on me mit juelz santana an. dem steht sowohl in den usa als auch sonstwo auf der welt noch der grosse durchbruch bevor, wartet es nur ab, savas wusste das auch schon vor ein paar jahren. wenn er nicht dauernd aerger mit den cops haette, zumindest.

„I knew the mob wouldn‘t go down without a fight. But this is different. They crossed the line.“

„You crossed the line first, sir. You hammered them. And in their desperation they turned to a man they didn‘t fully understand. Some men aren‘t looking for anything logical. They can‘t be bought, bullied, reasoned or negotiated with. Some men just want to watch the world burn.

Uhh, Ihh – I like Girl´s, I like Girl´s

aus dem nachbarland

Traurig, aber wahr: Das für 14. Oktober geplante Freundschaftsspiel zwischen dem SK Rapid Wien und dem FC Brünn musste gecancelt werden. Der Grund: „Fans“ der beiden Ex-Klubs von Leobendorf-Stürmer René Wagner hatten sich im Internet bereits mit Hassparolen und Drohungen auf dieses Match eingestimmt. „Die schreiben wie die Trotteln“, schüttelt SVL-Obmann Hannes Brait den Kopf. Ein Hochsicherheitsspiel mit mindestens 20 Polizisten vor Ort: Auf das wollten sich weder die Hütteldorfer noch die Leobendorfer einlassen.

den ganzen artikel gibts hier.

duel of the iron mic

fuer die heutige albenempfehlung bleiben wir in den 1990er jahren, dem jahrzehnt, in dem hiphop gleichzeitig seinen kommerziellen durchbruch feierte und immer mainstreamtauglicher wurde. im selben jahrzehnt verstarben unter anderem biggie smalls aka frank white aka notorious big und 2pac, gangster-rap wurde fernsehtauglich und auch der schreiber dieser zeilen mit der musik angefixt und kommt davon bis heute nicht mehr so wirklich runter. und dann war da dieses album:

wieder wu-tang, wieder 1995, wieder ein meilenstein. mit diesem album gelang gza ein riesengrosser wurf. klar, ich koennte hier jetzt eigene worte schreiben, aber wir sind faul und leben im zeitalter von copy+paste, daher soll die englische wikipedia diesen lobgesang ein wenig textlich untermauern:

The public and critical reception of Wu-Tang was so positive and pervasive that the album’s marketing campaign for its November 1995 release read „Finally…In the Year of the Wu“ to commemorate an astounding year-long run of hit Wu-Tang Clan solo albums.

das album erhielt schon 1995 nahezu ausschliesslich positive kritiken und wird noch heute als eines der besten soloalben aller zeiten betrachtet. lyrisch ausgereift, von rza mit recht sparsamen beats ausgestattet, die fuer eine stimmung sorgen, die wunderbar zum stil von gza passen, dazu wieder einmal im klassischen wu-tang style zahlreiche features mit anderen mitgliedern des clans, wie es schon bei raekwon erprobt worden war. und um zu zeigen, dass gza auch spaeter noch geniale musik gemacht hat, diesmal kein track vom album, sondern einer von seinem 2002er album legend of the liquid sword: fame.

new york fucking city, man!

wu tang man

ein paar leute haben ja gesagt, sie haetten hier gerne neue postings, egal worum es geht. und wenn gar nichts geht? dann redet man ueber dinge, die schon lange vorbei sind: beispielsweise ueber musik, die schon ueber 10 jahre alt ist. wenn also gar nix passiert, werde ich hier in der naechsten zeit in unregelmaessigen abstaenden erzaehlen, was in meinen augen die wichtigsten und besten hiphop alben aller zeiten sind – weil ich gerade eh nix anderes zu tun habe. den anfang macht ein album, dass nicht nur in meinen augen als eines der wichtigsten in der geschichte des us-hiphop gilt:

only built 4 cuban linx war das debutalbum von raekwon, einem der original-member des legendaeren wu-tang clan. 1995 erschienen, war es eines der einflussreichsten konzeptalben der 1990er, produziert von rza, dem musikalischen und organisatorischen mastermind hinter wu-tang. mitte der neunziger jahre, als hiphop in den usa kommerziell immer erfolgreicher wurde, war raekwons debut nicht viel mehr als eine musikalische revolution: wer es nicht kennt, der sollte ueber hiphop aus den usa schweigen, denn hier gaben sich einige der rapper, die in den naechsten jahren zu den tonangebenden menschen in der szene wurden, ein stelldichein: neben den ueblichen verdaechtigen vom wu tang-clan wie gza, ghostface killah, cappadonna oder method man tritt auf dem album auch eine andere hiphop-legende auf: nas rapped im track verbal intercourse einen wunderbaren part.

einen absoluten toptrack auf dem album auszumachen, faellt mehr als schwer, darum mein persoenlicher liebling hier als videoanhang, praktisch zum reinschnuppern: wu gambinos. anhoeren!

at the bus stop