Archiv für Juli 2008

i had a dream

heute nacht traeumte ich, dass im us-bundesstaat south dakota 80% der buerger fuer john mc cain stimmen werden, wenn sie darum gebeten werden, sich fuer einen neuen praesidenten zu entscheiden. der traum war in etwa so: ich sah die cnn news (ich habe gar keinen fernseher) und dort konnte man eine karte von south dakota sehen (ich habe keine ahnung, wie south dakota aussieht, weder landschaftlich noch von den umrissen her), und in dem staat war eine kuchendiagramm eingezeichnet. das stueck, auf dem mc cain stand, war ganz schoen gross. andere menschen traeumen von sex, geld und erfolg (ich hingegen habe nichts davon), ich von south dakota.

stutzig geworden, wie sich das mit south dakota eigentlich genau verhaelt, schaute ich mir gleich den zugehoerigen wikieintrag an und siehe da: south dakota wird von den republikanern dominiert. sieh mal einer an! dann ging es weiter und ich schaute mir wieder die seiten an, die ich immer besuche, unter anderem verbrochenes. da wiederum war ein artikel verlinkt, der bei lizas welt erschien und sich mit – na, mal raten! – genau, dem thema us-praesidenten beschaeftigt. ich finde barack obama jetzt auch nicht unbedingt unsympathischer, aber diese beinahe-vergoetterung, die er erfaehrt, seit er in berlin ein paar phrasen in den wind gedroschen hat, ist ganz schoen anstrengend. denn: obama mag sympathisch wirken, er mag etwas dunklere haut als die bisherigen us-praesidenten haben (allein, dass man dies einem menschen als attribut zuschreibt, zeigt, in was fuer einer welt wir leben), aber er ist eben auch nur ein politiker. und die reden bisweilen ziemlich inhaltslosem kram, aber das kann man bei liza wohl besser nachlesen als hier.

vermutlich wuerde mich jetzt mancher fragen wollen, ob ich mc cain als praesidenten denn besser faende. nein, wuerde ich vermutlich sagen. aber, was ich auch vermute: ob nun der eine oder andere regiert, die welt wird dadurch – vermutlich – keine bessere oder schlechtere werden. und mein leben wohl auch nicht.

were young, were free – we love the bsg chemie

einige fans von chemie leipzig haben auf den nachfolgeverein sachsen leipzig keinen bock mehr, also haben sie ihren eigenen gegruendet. ihre stellungnahme dazu lesen wir hier:

CHEMIE, CHEMIE, NUR NOCH CHEMIE

Während anderswo der Sommer und die damit verbundene Fußball-Pause genutzt
wird um Kraft zu tanken, um in der neuen Spielzeit alte Wege erfolgreich weiter zu
gehen oder Angefangenes zu verbessern, ist für uns seit Wochen eine arbeitsreiche
Zeit angebrochen, die dem Ziel geschuldet ist, einen völlig neuen Weg zu
beschreiten. Keinen einfachen zwar, aber einen der unserer Meinung nach nötig ist
und damit wohl auch den einzigen (Aus-)Weg darstellt.
Nicht wenige rieben sich verwundert die Augen, als am Samstag, dem 10. Mai 2008
in der Leipziger Volkszeitung verkündet wurde, daß zur neuen Saison die BSG
Chemie wieder in den Spielbetrieb gehen wird. „Was ist da dran?!“ „Was passiert mit
der Fanszene?!“ „Was passiert mit dem FC Sachsen?!“ waren nur einige der Fragen,
die im folgenden durch diverse Internetforen geisterten, an Stammtischen diskutiert
wurden und die in vielen Köpfen für Aufregung gesorgt haben. Diese Aufregung,
unterstützt durch verschiedenste Gerüchte, war vor allem verbunden mit
Verunsicherung durch fehlende Details und Verunsicherung über den Werdegang
Einzelner in Bezug auf den zukünftigen Weg. Verstärkt wurde dies auch durch den
auf ein mal doch auftretenden Erfolg des FC Sachsen bzw. dem Misserfolg der
Konkurrenten und dem damit verbundenen Klassenerhalt des FCS.
Doch auf was beruht dieser „Erfolg“?! Wie bereits in der Stellungnahme vom 11.April
zu lesen, vor allem auf dem Rücken von uns Fans und auf dem Rücken der Werte
und Traditionen, die wir mit der BSG Chemie Leipzig, deren legitimer Nachfolger der
FC Sachsen sein wollte, verbinden. Natürlich begann diese Entwicklung nicht erst im
letzten halben Jahr und auch nicht erst seit dem der FC Sachsen im Zentralstadion
spielt, aber gerade unter der sogenannten „Kölmel-Connection“ konnte mensch
beobachten, wie die letzten Pfeiler der symbiotischen Beziehung FC Sachsen – BSG
Chemie systematisch eingerissen wurden. Dies ging sogar soweit das dem
Stadionsprecher die seit Jahren allen geläufigen Ansagen und Rufe mit Chemie als
Inhalt untersagt wurden, oder im Verein tätige Personen wie Ellinger nach eigener
Aussage antraten „um mit dem Mief der BSG Chemie aufzuräumen“. Interne
Vorgänge über Vertragsabschlüsse, Spielerverpflichtungen etc. zwischen Präsidium,
Kölmel sowie dem Aufsichtsrat gingen und gehen mit Sicherheit auch heute noch
hart an die Grenze der Legalität und mitunter auch darüber hinaus. Werden diese
Vorgänge kritisiert, wurde versucht die KritikerInnen mundtot zu machen bzw. sie zu
diskreditieren. Der Umgang mit unserem Protest zeigt dies sehr deutlich, als sich
nicht mit den Kritikpunkten auseinandergesetzt wurde und statt dessen auf der
Mitgliederversamlung im April die Vorwürfe gestreut wurden, es gehe uns nicht um
den Verein, wir würden mit dem Boykott den Verein in eine finanzielles Loch stürzen
und außerdem sei unsere Stellungnahme nur von Emotionen und nicht von Fakten
gestützt, was nachweislich falsch ist. Gut, wenn so von eigenen Fehlern abgelenkt
werden kann. Widersprüchliche Aussagen zum Thema Politik runden diese
offensichtliche Unfähigkeit der führenden Personen des FC Sachsen ab. Leider lassen
sich immer noch zu viele Menschen von diesen Machenschaften blenden, da sie ja
angeblich zum „Wohle des Vereins“ geschehen und mit ihnen die Professionalität
Einzug hält. Das dem nicht so ist, zeigen allein die aktuellsten Vorgänge mit den
noch nicht gezahlten Aufstiegsprämien, erneut ausstehenden Gehältern und den
absolut peinlichen Bestrebungen den FC Sachsen in eine Daily Soap des DSF zu
integrieren. Nicht besser ist es, dass die Mannschaft nun mittlerweile ihre Spiele in
Weinrot, der Farbe der Dynamo-Mannschaften, bestritt. Gerade auch dies lässt es
wie Hohn klingen, wenn Sachsen-Präsident Winfried Lonzen mit infantilen Gedichten
(sehr passend zu den Trikots die Zeile „Wir sind nicht rot…“) seine angebliche neue
Liebe zu Chemie kund tut. Eine Liebe die erst entdeckt wurde, nachdem der
Entschluß, eine Mannschaft für die BSG Chemie in den Spielbetrieb zu schicken, an
die Öffentlichkeit kam und darin das Präsidium des FC Sachsen eine Gefahr für den
eigenen Verein sah. Für den Verein, der, so schwer es auch zu sagen fällt und so
lange auch darüber diskutiert wurde, nach all diesen Vorkommnissen, Lügen und
Undurchsichtigkeiten, einfach nicht mehr der unsrige sein kann, für den wir nicht
mehr erhobenen Hauptes stehen und singen können.
So wurde in den letzten Wochen und Monaten hinter den Kulissen hart gearbeitet,
um mit engagierten Chemikern allen Alters den Traum der BSG wieder zum Leben zu
erwecken. Ein Traum der an diesem Wochenende endlich Realität wurde, als am
Samstag dem 26. Juli 2008 wieder eine Erste Mannschaft mit dem Logo der BSG
Chemie auf der Brust und begleitet von lauten Gesängen und unzähligen Fahnen ein
Spielfeld betrat und es unter dem Jubel der vielen Jugendlichen nach einem 10:2
Sieg freudestrahlend wieder verließ.
Dies soll natürlich nur der Anfang sein von einem Projekt von Fans für Fans, für
Menschen für die Fußball mehr als Konsum ist und darum liegt es auch an euch ob
und wie erfolgreich sich die Zukunft der BSG Chemie gestalten wird. Eine Zukunft
fernab von dem was gemeinhin als moderner Fußball benannt wird. Natürlich wird es
kein einfacher Weg, wenn uns in der kommenden Saison in der letzten Liga die
Spiele höchstens an die Stadtgrenze bringen werden, doch die ersten beiden
Testspiele machen Mut und Hoffnung auf mehr, denn sie haben gezeigt, dass es
Leute gibt, die sich zerreißen um Grün-Weiß wieder zu dem Verein zu machen, der er
ein mal war. Natürlich geht das nur mit euch allen. Mit eurer Anwesenheit, bei den
Spielen, mit euren Stimmen auf den Rängen, mit eurer Mitgliedschaft im Verein
selbst, und mit eurem Engagement außerhalb der Spiele. Denn die neue BSG Chemie
ist ein Verein in den sich Jeder und Jede, also damit auch ihr, aktiv einbringen kann
und soll. Ob als Spieler, Mannschaftsbetreuer, Ordner oder Verkäufer, alle können
ihre Stärken in unseren Verein mit einbringen, ihn aufbauen und mehr als ein Teil
von ihm sein und damit die Fahne, welche unseren Protest kennzeichnete und jetzt
das Symbol für den Neuanfang ist, mit Leben erfüllen:

„UNABHÄNGIGKEIT – WAS
WIR DENKEN, WAS WIR LEBEN, WAS WIR FÜHLEN – DAS IST DIE BSG CHEMIE!“

Diablos und Ultra` Youth 27.Juli 2008

manchmal wuenschte ich, fussball waere auch noch mein lebensmittelpunkt, dann wuerde ich sowas auch machen. wer sich die stellungnahme als pdf angucken will, sollte hier klicken. und wer schonmal ein paar bilder sehen moechte, hier.

bring ich um!

ganz ehrlich: ich liebe diesen song. warum, sag ich nicht.

generation ungeniert

aus dem infoflyer des commando cannstatt, einer ultragruppe, die sich dem vfb stuttgart verschrieben hat:

Leider bleibt so nach dem erfreulichen sportlichen Erfolg ein fader Beigeschmack. Anstatt das sportliche Geschehen zu analysieren oder über mögliche Gegner in der kommenden Qualifikationsrunde zu spekulieren, beherrscht ein Spieler die Diskussionen, den man eigentlich schon vom Hof glaubte. Die Vorgeschichte ist ausreichend durchgekaut, und somit sollte auch offensichtlich sein, dass es eben nicht darum geht, dass ein Spieler, der „vielleicht einen Fehler gemacht hat“ eine „zweite Chance“ erhalten soll. Wer sich über Jahre hinweg dem Verein und seinen Fans gegenüber so generiert, der kann sich nicht plötzlich auf eine x-te Chance berufen. Die sportliche Leitung sieht das offensichtlich anders und legt dabei eine erstaunliche Flexibilität an den Tag:

wer sich nicht geniert, fremdworte zu gebrauchen, der sollte dabei nicht so degenerieren, dass er sich wie einer geriert, der nicht weiss, wie man sie richtig benutzt. den ganzen text gibts uebrigens hier.

good morning austria

manchmal sehne ich mich nach ein bisschen informationen aus dieser langweiligen welt, manchmal habe ich keine lust mehr, meine mp3s zu hoeren und vor allem: manchmal finde ich es unheimlich toll, menschen zuzuhoeren, die oesterreichisch sprechen. was ist in solchen momenten zu tun? man schaltet den webstream von fm4 an, einem oesterreichischen radiosender. das hat ganz viele praktische vorteile: ein guter teil des programms, vor allem abends, wird auch noch in englisch uebertragen, die musik ist echt cool – vor allem abends laeuft echt guter hiphop und auch viel gute elektronische musik, man muss die musik nicht mehr selbst wechseln und kriegt nebenbei noch neuigkeiten aus aller welt und eben auch aus oesterreich.

und ausserdem lernt man, wie cool wienerisch eigentlich ist. da steh ichs mir ja unheimlich drauf.

und auch nur ueber den stream kennengelernt:

das ist radiomusik, meine freunde. und gleich geh ich ein bisschen karfiol kaufen, im supermarkt. a geh, wirklich.

maenner sind auf dieser welt einfach unersetzlich

echte maenner bleiben beim fussball lieber unter sich, weshalb ein gut aussehender mob – oder auch ein ordentlicher haufen, wie es die fachsprache so schoen beschreibt, moeglichst ohne als frauen definierte menschen auskommen sollte, denn die koennen sich nicht so gut kloppen und ueberhaupt, wenn sie mit freiem oberkoerper dastuenden, koennten sich die anderen ja nicht mehr aufs cool sein konzentrieren, weil ihre urinstinkte angesprochen wuerden. dementsprechend hat, wer etwas auf sich haelt, so auszusehen und rumzulaufen:


(napoli in athen)

oder auch so:

(nazis von lok leipzig)

und noch mehr freie oberkoerper:

(irgendwo in polen)

helft uns mit, die maennlichsten kurven- und/oder mobfotos zu finden! was der einsender kriegt, steht noch nicht fest. vielleicht ein paar testosteronspritzen.

auffe haut ey

ich gebs zu: so richtig moegen tu ich taetowierungen nicht. ab und an ist aber mal eins dabei, dass ich zumindest zum anschauen ganz cool finde, so wie das hier:

drauf gekommen uebrignes durch den empfehlenswerten newsletter der usp.

were awfully sorry for any inconvenience

es gibt fussballfans, die hauen sich gerne gegenseitig auf die fresse, zuenden rauchbomben und bengalische feuer und machen das, was andere leute als aerger oder gar randale bezeichnen. cool ist das irgendwie nicht so richtig, mutet es doch – angesichts der tatsache, dass es sich bei den unruhestiftern meistens um einen ziemlich homogenen haufen weisser, jugendlicher maenner zwischen 15 und 35 handelt – manchmal ein wenig primitiv und prollig an, was da passiert. wo der mob ins rasen geraet, ist die barbarei meistens schon zaungast und wartet nur noch darauf, im richtigen moment losgetreten zu werden, und dann wird es richtig ekelhaft. irgendwie ist diese ganze gewaltschiene echt eine ziemlich widerwaertige geschichte.

es kann allerdings auch noch ein peinlicher teil dazukommen: dann naemlich, wenn die, die sich sonst gern als boese buben inszenieren, die die fankurve im griff haben und ganz allgemein die potentesten sind, auf einmal anfangen, sich ganz fuerchterlich zu beschweren: ueber die medien, die ja nunmal in einer gesellschaft wie dieser – in der man uebrigens auch bunte uhren traegt – keine andere aufgabe haben, als den tristen alltag der menschen dadurch angenehmer zu machen, dass sie aus jeder noch so kleinen muecke einen riesenhaften elefanten produzieren, und natuerlich ueber all die anderen menschen, die ihre leidenschaft, ihre emotionen oder vielleicht auch einfach ihr pubertaeres verhalten irgendwie nicht so toll finden.

nun sind viele fussballfans, die auf krawall stehen, wenigstens so ehrlich und scheren sich einen scheissdreck um ihre umwelt, wie das jede ordentlich subkultur tut: andere hingegen moechten gerne ihren saubermann-status aufrecht erhalten und erklaeren dann, wie zum beispiel teile der dortmunder ultraszene, nach ausschreitungen in der schweiz ganz einsichtig, dass das alles scheisse war. ein daenischer philosoph schrieb mal ein buch, dass den titel entweder-oder traegt. vielleicht sollte mancher mal einen blick reinwerfen.

die dortmunder stellungnahme kann man uebrigens hier finden. wohl bekomms.

Hamburg meine Perle….

Jawollllll !!

Nicht nur das dieses Bild äußerst dämlich erscheint, nein, auch was für die kategorie langweilige Tattoos…
fehlt nurnoch das sie Jojo spielen…

Die rot markierte Stelle kommt übrigends nicht von uns :-)

tick tick….