Archiv für April 2008

warum rappst du?

diese sehr gute frage stellte kool savas schon vor etlichen jahren in einem track und setzte die antwort direkt nach:

du hast nix mit rap zu tun
rap hat dir nix getan
lass ihn in ruh‘

leider wurde diese aufforderung nur von den allerwenigsten beachtet und in den nachfolgenden jahren wurden die ohren der hiphop-liebhaber mit totalausfaellen wie fler oder massiv gequaelt. immer beliebter wird uebrigens auch fussball-rap, einer der bekanntesten vertreter der szene ist vermutlich ultrakaos, der sich den ultras frankfurt zugehoerig fuehlt. auf deren seite kann man auch sein neuestes snippet anhoeren. die meisten texte scheinen sich mit fussball zu beschaeftigen, vom flow und von den lyrics her finde ich es eher duerftig, aber dennoch ganz interessant, gerade als fussballinteressierter, der sich fuer hiphop interessiert. alles n bisschen prollig und daher eher nervig, aber immerhin.

nessuno come noi

eine kurve ohne ultras sieht man hier – die von chemie leipzig. warum sie so aussieht, erfaehrt man wiederum hier.

Shut down the Scum

Am Samstag den 26.04.2008 findet in Essen, genau genommen in Steele und Freisenbruch, eine antifaschitische Demonstration statt.
In diesem Teil der Stadt sind Nazi´s auf den Straßen vermehrt durch Aufkleber und Schriftzüge mit Rassistischen und Antisemitischen Inhalten präsent geworden.
Die Demonstration richtet sich gegen die lokalen Nazistrukturen und soll Anwohner auf eben jene aufmerksam machen.
Den Aufruf, sowie weitere nützliche Informationen findet ihr auf der Seite http://www.essen-nazifrei.de.vu/ .
Weitersagen !
Kommen !

new links

mal wieder zwei neue, sehr empfehlenswerte links: bei livesets.com kann man sich sets von tollen dj’s runterladen und musik geniessen, und wem selbst das zu anstrengend ist, der besucht digitally imported, sucht sich seinen stream mit musik nur noch aus und hoert zu. enjoy!

nachspiel

Das Heimspiel gegen Rot-Weiß Essen bleibt nicht ohne Folgen. Auch im eigenen Block ist es diemsmal nicht ruhig geblieben. Zwei Ordner und eine weitere Person wurden in der Schlussphase des Spiels auf der neuen Nordtribüne verletzt. Der Ordner, der das Pfefferspray einsetzte wurde bereits kurz danach dafür entlassen. Aber auch vom Böttinger Weg aus gab es Ärger. Dort wurden Steine in den Gästeblock geworfen, verletzt wurde zum Glück niemand. Die Täter konnten von der Polizei festgenommen werden. Nach dem Spiel soll es am Schwebebahnhof Ohligsmühle noch zu weiteren Auseinandersetzungen gekommen sein.
Ein weiteres Problem war die Rauchbombe, die beim Hochziehen des WSV-Blocktrikots gezündet wurde (siehe Foto links).
Bereits jetzt gibt es Konsequenzen für alle Fans des Wuppertaler SV. Wie Fanbereuer Michael Eichler bekannt gibt sind ab sofort bei den Heimspielen des Wuppertaler SV nur noch Fahnen bis 1,50 Meter erlaubt und „sonst nichts“. Darunter fallen unter anderem auch Zaunfahnen und Doppelhalter. „Ich denke man muss die Entwicklung abwarten“ so der Fanbetreuer.

gefunden auf rot-blau.com. fotos vom spiel gibts wie immer bei jawattdenn.de. wir sind auf jeden fall ganz schoen viel cooler als wuppertal.

ratespiel

angeblich aus der sport bild. keine einfache frage in anbetracht der tatsache, dass fans von dynamo dresden eigentlich fuer alles verantwortlich sind, was irgendwie mit randale zu tun hat – andererseits klingt a) auch ganz gut. extremos sind vermutlich die fans von furchtbarer mittelaltermusik und damit draussen.

nette jungs von nebenan

findet man immer wieder beim fussball. vor allem bei borussia dortmund haeuft sich die zahl der nazis massivst:

den ganzen artikel gibts bei indy.

back on track

jetzt sind wir wieder da. gab ein paar kleinere schwierigkeiten, di jetzt aber beseitigt sind – also, freut euch. wenn das hier denn noch jemand liest.

I hope you die..

Scheinbar zieht wieder eine neue Welle der Repression durch die Städte der Republik.
Nicht nur wie zuletzt in Münster oder GE, sondern auch bei Freunden in Bremen oder anderen städten nehmen die Repressionen gegen Ultragruppen und aktive Fans zu.
Hier eine Stellungnahme der Ultragruppen aus Bremen.

Bremer Polizei im Gewaltexzess

Am 5. April 2008 folgte die Bremer Ultraszene dem SV Werder zum Auswärtsspiel nach Berlin. Bereits am Bremer Hauptbahnhof wurden die Fans von etlichen Polizisten begrüßt, die sie auf der Fahrt begleiten sollten.

Die Hinreise ereignete sich ohne weitere Zwischenfälle und alle freuten sich auf einen entspannten Stadionbesuch, der mit einem Sieg des SVW endete. Nach dem Spiel sammelte sich die Bremer Fanszene am Ausgang des Gästebereichs, um unter Gesängen die gemeinsame Rückreise nach Bremen anzutreten. Als man den Bahnhof Zoo in Berlin erreichte, kam es zu ersten Reibungspunkten mit den örtlichen Einheiten der Polizei, da diese es den BremerInnen untersagten, den Bahnsteig zu verlassen. Dieser Konflikt wurde jedoch völlig gewaltfrei ausgetragen.

Die weitere Rückreise, bei der ungefähr 30 Polizisten die Gruppe der Bremer begleiteten, verlief bis zum Magdeburger Hauptbahnhof reibungslos, dort wurde der Zug von Unbekannten mit Steinen und Flaschen attackiert. Unabhängig davon betraten wenig später etwa 30 Fans des SV Babelsberg das Gleis. Sie entzündeten einige blaue Rauchtöpfe, die Polizei griff in dieser unübersichtlichen Lage jedoch nicht ein und es kam zu keinen Konflikten, weder mit der Polizei noch mit den Babelsbergern. Die anwesenden BremerInnen verhielten sich auch während dieser Situation ruhig und aggressionsfrei.

Die restliche Fahrt verlief ebenfalls ohne Zwischenfälle, bis man gegen zwanzig vor zwei in der Nacht den Hauptbahnhof Bremen erreichte. Während der Zug in den Bahnhof einrollte, war sofort das große Polizeiaufgebot zu bemerken: Vermummte Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE), Einheiten der Bereitschaftspolizei in kompletter Schutzmontur sowie Polizisten in Zivil. Zusätzlich führten einige Beamte Hunde mit sich, die keinen Maulkorb trugen.

Als sich die Zugtüren öffneten, begann die BFE gezielt BremerInnen zu ergreifen, mündliche Proteste von BremerInnen hatten Faust- sowie Knüppelschläge zur Folge. Nach und nach verlagerte sich das Geschehen in die Bahnhofsvorhalle, BremerInnen , unabhängig davon, ob sie noch weiter reisen mussten oder nicht, wurden gewaltsam aus dem Bahnhof gedrängt. Regelrechte Jagdszenen spielten sich ab, in dessen Folge mehrere Menschen durch gezielte Schläge der Polizei leicht verletzt wurden, weitere Personen, die sich gegen den Gewaltausbruch der Staatsmacht zur Wehr setzten, wurden vorübergehend festgenommen. Während des gesamten Gewaltexzesses zeichnete sich vor allem die Bremer BFE durch ihr aggressives und gewalttätiges Auftreten aus. Begleitet wurde die Gewalt der Polizei durch übelste und teils rassistische Beleidigungen gegen ihre Opfer. Schon verbaler Protest gegen die offenbar grundlose Gewalt wurde zum Anlass genommen, um Fans zu fesseln und ihnen Schmerzen zuzufügen.

Nachdem es die Polizei geschafft hatte, alle BremerInnen aus dem Bahnhof zu verweisen, zogen die Beamten nach und nach ab. Als sich die Situation in der Folge dem Anschein nach beruhigt hatte, formierten sich einige Gruppen jugendlicher Bremer Ultras vor dem Bahnhof, um das Erlebte zu reflektieren und den gemeinsamen Ausklang des Abends zu planen, als ohne jegliche Vorwarnung die Polizei ein zweites Mal einschritt und versuchte, die Personengruppen zu sprengen. Dabei wurden die Jugendlichen von knüppelschwingenden Polizisten bis in die Innenstadt gejagt. Unterstützt wurden die Beamten von mehreren Einsatzwagen sowie einem Gefängnistransporter, mit deren Hilfe zeitweise ganze Straßenabschnitte abgesperrt wurden.

Unter dem Strich hatte die Ultraszene mehrere vorübergehende Festnahmen, Anzeigen wegen diverser phantastischer Delikte sowie einige Leichtverletzte zu beklagen. Offen bleibt die Frage, warum ein solches Polizeiaufgebot gegen 80 zumeist jugendliche Werderfans eingesetzt wurde. Warum ging die Polizei mit einer solch Brutalität und Rücksichtslosigkeit ans Werk? Die Bremer Polizei führte auf Nachfrage der taz (von sich aus hatte sie entgegen der sonstigen Praxis keinen Bericht veröffentlicht) Ermittlungen bezüglich des Zündens von Pyroartikeln in Magdeburg als Grund für die Maßnahme ins Feld. Nur sehr mittelmäßige Ermittler könnten auf die Idee kommen, dass der blaue Rauch in Magdeburg von Bremern verursacht wurde; das Vorgehen lässt vielmehr auf frustrierte Gewalttäter schließen. Wir können die angeblichen Ermittlungen nur als Vorwand für eine pure Machtdemonstration gegenüber den jugendlichen Fans des SV Werder ansehen, deren Kultur den Staatshütern (persönlich?) nicht passt.

Racaille Verte, Infamous Youth und Wanderers Bremen

Beim Heimspiel unserer Mannschaft gegen den 1.FC Union Berlin, wurden die 9er Busse mit denen die Aktive Szene der Unioner anreiste, auf Pyrotechnische gegenstände untersucht und dabei sehr übel von der Polizei behandelt.
Mehr dazu und zu anderen fällen gibts bei Fansmedia.org, seht selbst.

Ansonsten bleib noch zu sagen, das ihr euch noch einmal gedulden müsst bis es bei den pflastersteinen wieder vollkommen weiter geht.
So bald wie möglich wird hier wieder regelmäßig was zu lesen sein.