Archiv für März 2008

moooooonwalk, alter!

in der letzten zeit hat ein schreiberkollege immer wieder die 80er jahre fuer ihre musikalischen einfluesse gelobt. da darf meiner meinung nach ein video absolut nicht fehlen auf unserer wunderschoenen seite:

und nein, es interessiert mich ueberhaupt nicht, was der typ in seiner freizeit macht. dieses video, dieser beat, dieser tanz – das ist einfach nur genial. youve been hit by, youve been struck by..

leistungsgesellschaft

besonders interessant die stelle, wo julius neumann zitiert wird: „wir hatten nicht das gefuehl, dass die profis ihren job ernst nehmen.“

tell me why..

we dont like dortmund? klare sache:

schade, dass die flasche nicht einem der typen den kiefer zerbricht.

while lenn(i/o)n read a book of marx

ja, ich gebe es zu: i love america. warum gerade heute? naja, man koennte dieses wunderbare land und all die kultur, die es ueber die welt gebracht hat, im grunde jeden tag zelebrieren, also ist dieser tag genauso passend wie jeder andere auch. unsere ganze alltaegliche umwelt, vom kinofilm bis zur musik, kommt zu einem grossen teil von jenseits des atlantiks und das ist auch gut so: die usa haben naemmlich brad pitt und angelina jolie, europa kann dem gerade mal gerard depardieu und franka potente entgegensetzen. siehts bei der musik anders aus? wollen wir bushido gegen dr. dre antreten lassen oder doch lieber die mark medlock gegen kelly clarkson? old europe kriegt seinen ass ziemlich badly kicked von unseren fellow americans, yeehaw!

das tollste an amerikanischer populaerkultur ist, dass sie extrem viel mit zitaten und anspielungen arbeitet und das kaum etwas mehr spass macht, als diese aufzuspueren und sich darueber zu freuen, dass man wieder ein bisschen mehr verstanden hat. waehrend naemlich tausende nerds ueberall auf der welt versuchen, die um zehn ecken gedachte storyline von LOST zu durchschauen, glotzen deutsche dummbratzen bei alarm fuer cobra 11 in die roehre, wenn der ewig gleiche handlungsstrang mal im drogen- und mal im prostituiertenmilieu spielt. szenen zum mitdenken, verwicklungen die sich zum teil ueber mehrere staffeln hinziehen? wer keine amerikanischen serien schaut, dem werden derartige genuesse wohl auf ewig verschlossen bleiben.

und weil auch suedafrikanische freiheitskaempfer wie ich nicht allwissend sind, gibt es fuer unbedarfte nicht-versteher von musiktexten eine abhilfe: die seite songmeanings.net, fuer die allein dieses newsposting eigentlich gedacht ist (ja, ganz schoen umstaendlich, aber ein bisschen lobhudelei muss sein, vor allem wenn der CIA unsere seite irgendwann mal findet und mir eine green card schenkt) hat man naemlich ein lied mal wieder nicht verstanden, geht man einfach dort vorbei und schaut sich den text an – problem meistens geloest. darum wird sie nun auch in die links aufgenommen, weil dieser service wirklich wunderbar ist. ueber diese seite bin ich auch auf ein video aufmerksam geworden, dass einen meiner lieblingstracks aus den 60ern, american pie von don mc lean, entschluesselt. die grundaussage war mir zwar auch vorher bekannt, aber wieder ein bisschen was dazugelernt. someday, i will be a true american. and here goes the video:

please, give me my green card, i want to get outta here!

aepfel und birnen

ja, auch von uns coolen fans bei rwe gab es ein spruchband, dass der gruppe ultras gelsenkirchen viel kraft im kampf gegen repression wuenschte. man kann allerdings in seinen formulierungen auch weit uebers ziel hinausschiessen, wie es in muenchen geschehen ist:

irgendwann wirds albern. oder moment, ist da vielleicht schon die gedankenpolizei in mein zentrales nervensystem eingedrungen und kontrolliert meine gedanken?

straight outta kingston II

„Der Westen“ (u.a.) meldet, die Absage des bereits angesprochenen Konzerts im Jugendzentrum Papestraße.
Es sei zu starken Protesten von LSVD und der „Initiative gegen Homophobie Essen“ gekommen, worauf die Stadt das Konzert absagte und das Jugendamt den Vertrag mit dem Veranstalter auflöste.

Der Veranstalter, kann dies überhaupt nicht nachvollziehen, da es dem Künstler vertraglich verboten sei entsprechende Lieder zu spielen.
Das macht es aus unserer Sicht jedoch nicht besser, denn nur weil diesem Menschen vertraglich die Bühne zur verbreitung seiner Homophoben Einstellung genommen wurde, heißt es noch längst nicht, das er diese nicht trotzdem vertritt.
Die Behauptung des Veranstalters, man hätte von diesem Künstler seit langer Zeit nichts derartiges mehr zu hören bekommen, ist in unseren Augen auch absolut unzureichend, denn auch eine Distanzierung oder ähnliches, hat es seitens des Künstlers nie gegeben.
Was bleibt ist die Frage, aus welchen motiven die Stadt gehandelt hat.
Öffentlicher Druck oder eigene Überzeugung… ?

Kein Platz für „Hassmusik“

dünämö

neben 1903prozent, einer seite die sich mit streetart rund um den fc carl zeiss jena beschaeftigt, gibt es nun auch dynamostyles.de, die sich einen aehnlichen anspruch gesetzt hat, allerdings dreht sich hier alles um den schwarz-gelben verein aus sachsen. bisher noch nicht allzu voll die seite, ist aber sicher nur eine frage zeit, bis die ganzen sachen aus dem ruhrgebiet dazu kommen. bekanntermassen ist gerade bochum voller dynamo-graffs, rollenbilder, tags und aufkleber.

straight outta kingston

ragga und dancehall wird in der letzten zeit – voellig unverstaendlicherweise – immer beliebter. demnaechst verschlaegt es dabei auch wieder einen protagonisten der szene, bounty killer alias rodney price, nach essen. rodney hat allerdings ein ganz grosses problem: schwule findet er eher nicht so cool – oder besser: ihm waers am liebsten, wenn sie alle umgebracht wuerden. das hat in verschiedenen staedten und laendern schon dazu gefuehrt, dass das arschloch zuhause bleiben musste, obwohl sein auftritt schon gebucht war, aber diese vorgeschichte scheint die organisatoren im jugendzentrum papestrasse eher weniger zu interessieren. dabei ist die lage so deutlich, dass man eigentlich nicht mehr diskutieren und direkt zur waffe greifen sollte, wenn man rodney begegnet:

Bounty Killer wird (wie andere Dancehall-Stars) aufgrund homophober Texte, die zum Mord aufrufen(„Lasst die Schwulen im Feuer brennen“), kritisiert, welche auch Battyman-Tunes genannt werden. 2003 wurde ein Auftritt von Bounty Killer in London abgesagt, nachdem sich eine Schwulenorganisation bei Scotland Yard beschwert und dabei Zitate aus den Songs Another Level, Look Good und Mr. Wanna Be angeführt hatte. Im Sommer 2004 wurde Bounty Killer von den Organisatoren des belgischen Krakrock-Festivals ausgeladen, da „hasserfüllte“ Künstler nicht willkommen seien.

gefunden bei wiki, wo es noch ein paar weiterfuehrende links gibt. noch ists ja ein wenig hin, hoffen wir mal, dass sich das juz einsichtig zeigt..

thats who we are

irgendwie ja doch ein wenig lustig:

bild ist uebrigens vom derby in leipzig heute, mal schauen ob man in den naechsten tagen noch ein paar zeitungsmeldungen zum spieltag findet.

ehrlich waehrt am laengsten

Landespokal Sachsen: Spiel wegen Polizeimangels abgesagt

Das für morgen angesetzte Landespokal-Halbfinale zwischen Chemnitz und Dresden ist vom sächsischen Fußballverband gestern überraschend abgesagt worden. Als Grund für die Absage der brisanten Begegnung wird angegeben, dass sämtliche Polizeikräfte gebunden sind.

An diesem Wochenende finden im Freistaat bereits mehrere andere Großereignisse statt. So kommt es am Sonntag im Zentralstadion beispielsweise zum Leipziger Derby zwischen Lok und Sachsens zweiter Mannschaft. Ein Nachholtermin für die Partie zwischen CFC und Dynamo steht noch nicht fest. (Stadionwelt, 14.3.2008)