Archiv für Dezember 2007

personenkult

die vorsaenger von fussball-fankurven werden regelmaessig wie goetter glorifiziert. dieser voellig unangebrachte kult, der einen an vermeintliche vips erinnert, findet dann manchmal sogar seinen niederschlag in einem zeitungsartikel, dessen tenor ganz klar ist: was fuer ein krasser typ! ein wunderschoenes beispiel dafuer liefert das hamburger abendblatt, dass uns das leben von jojo, dem vorsaenger der hsv-fankurve, naeher bringen moechte. da lesen wir unter anderem folgende wahnsinnig interessante und spektakulaere informationen:

Im normalen Leben verkauft er im Außendienst Holsten-Bier. Sein Autokennzeichen hat die Ziffern „1887″ – logisch, das Geburtsjahr seines Vereins. Dass sein Wohnort Eimsbüttel unweit des Stadions gewählt ist – eine Selbstverständlichkeit.

der hammer! ein autokennzeichen mit den jahreszahlen der gruendung seines vereins, der typ muss ja wirklich total bekloppt sein!

aber wenigstens etwas ehrlichkeit ist dabei:

Aber er gibt zu: „Keine Frage, das ist ein Gefühl von Macht, wenn der Block auf einen hört.“

den ganzen artikel findet man hier. und wieviele lieder die erst haben, krass..

das sind auch nur menschen

Dass es auch anders geht, hat eine neue Strategie beim Spiel Hannover 96 gegen Werder Bremen gezeigt. Ausgerechnet bei dieser sehr konfliktträchtigen Begegnung verhielt sich die Polizei sehr defensiv und hielt ihre Einsatzhundertschaften zurück. Stattdessen agierten die Sicherheitskräfte mit so genannten Konfliktmanagern, die über ihren Uniformen leuchtende Westen trugen und nicht auf den ersten Blick als Polizisten zu erkennen waren. Pilz: „Das war sehr deeskalierend. Es kam zu keinen Ausschreitungen“, lobt Pilz die Strategie. Er habe sogar gesehen, dass Bremer Ultras sich bei den Konfliktmanagern bedankt hätten: „Mensch, mit euch kann man ja sogar reden.“

gefunden im fanszene-bremen forum, original aus der waz. dort findet man zur zeit auch folgende meldung:

Nach einem handfesten Streit zwischen Schalke-Fans und BVB-Fans hat das Bochumer Bezirksjugendschöffengericht am Mittwochnachmittag einen 17-jährigen Schalker wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung zu 80 Sozialstunden verurteilt.

Der 17-Jährige aus Recklinghausen hatte im vorigen März einem BVB-Fan (17) aus Haltern am Halterner Bahnhof ins Gesicht geschlagen. Das gab er auch zu. Hintergrund sollen Streitigkeiten mit mehreren BVB-Fans gewesen sein. Ebenfalls angeklagt ist auch ein Mitglied (19) der Schalker Fan-Gruppierung „Ultra“: Er soll einen BVB-Fan (19) ebenfalls am Bahnhof Haltern mit vermummten Mittätern geschlagen und Fanartikel geraubt haben. Er hat bereits bundesweites Stadionverbot und wird von der Polizei als „Gewalttäter Sport“ eingestuft. Er bestreitet die Vorwürfe. Der Prozess gegen ihn wird fortgesetzt. Der Fall kam nach Bochum, weil das dortige Bezirksjugendschöffengericht auch für Heranwachsende aus Herne zuständig ist.

ganzen artikel dann hier. irgendwie gehts nur noch ums boxen.

der hats doch in den genen

wo ist die npd eigentlich noch in der lage, mit ihren positionen anschluss an die mitte der gesellschaft zu finden? wer mehr oder minder offen den nationalsozialismus verherrlicht, der wird in deutschland politisch kein bein auf den boden bekommen, soviel ist klar. wer aber versatzstuecke der ns-ideologie in etwas schoenere worte verpackt, koennte noch eine chance haben. und so punktet udo voigt sicher nicht mit seiner relativierung (respektive leugnung) des holocaust, vielleicht aber mit seinen homophoben aeusserungen ala

Es ist nicht normal, und muss eigentlich in dem Volksbewusstsein drinnen sein, dass es leider abnormale Menschen sind. Die gibt es, aber so, wie das heute umworben wird, werden viele Menschen homosexuell, die ansonsten gar keine Veranlagung dazu haben, weil sie einfach glauben, es gehört dazu.

der tenor der aussage ist klar: schwul ist man oder man ist es eben nicht, sprich: man hat das im blut (respektive in den genen). mit so einem unertraeglichen scheiss kann man bei genforschern und all den idioten, die immer noch glauben, die veranlagung zum verbrecherdasein liege im gehirn fest verankert, sicher boden gut machen. gefunden habe ich die aussagen bei aftershow, aber zur zeit sind einige blogs mit ein paar ganz lesbaren eintraegen zu der thematik vorhanden, einfach mal rumschauen. in den naechsten tagen werden wir wieder anfangen, das blog etwas aktueller und mit mehr inhalt zu gestalten, hoffentlich sind bis dahin noch nicht alle leser verschwunden. stay tuned!

achso, ausserdem ist ja winterpause, da schaltet ein fussballfan sein gehirn halt ab. sorry.

scheiss fortuna duesseldorf

vom wochenende, naziaufmarsch in essen.

ostdeutsche zustaende (2)

noch was zu der sache in leipzig: ein ganz interessantes interview mit einem beteiligten.

ostdeutsche zustaende

Etwa 40 bis 50 schwarzgekleidete und vermummte Personen hatten am Samstagabend gegen 22.30 Uhr Fans des Oberligisten FC Sachsen überfallen. Die Polizei hatte im Vorfeld einen Hinweis auf mögliche Auseinandersetzungen erhalten. Wie Polizeisprecher Andreas de Parade am Montag gegenüber LVZ-Online berichtete, seien die daraufhin in der Sachsenstube eingesetzten Beamten nur zehn Minuten vor dem Übergriff abgezogen. „Die Kollegen hatten sich mehrere Stunden vor Ort aufgehalten. Sie zogen schließlich ab, weil es keinerlei Anzeichen dafür gab, dass noch etwas passieren würde.“

den ganzen artikel kann man hier lesen. in leipzig geht fussballrivalitaet „etwas“ anders ab.

was lange waehrt..

RWE setzt Zeichen gegen Rechts

Rot-Weiss Essen setzt ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Fanvertreter, das auf der letzten Jahreshauptversammlung neue geschaffene Vereinsgremium, werden vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf an diesem Samstag, 08. Dezember, um 14.00 Uhr einen Flyer veröffentlichen.

Auf diesem sind alle verbotenen Abzeichen und Symbole zu sehen sowie Kleidungsmarken aufgeführt, die man eindeutig der rechten Szene zuordnen kann. Wer solche Symbole oder Kleidung trägt, erhält keinen Zugang zum Georg-Melches-Stadion oder wird des Stadions verwiesen. Außerdem wird es im RWE-Fanshop nicht mehr die Möglichkeit geben, sich die Rückennummer „88“ auf das Trikot zu beflocken lassen. In der rechten Szene steht die Zahl für „Heil Hitler“ (H ist der achte Buchstabe des Alphabets).

„Damit wollen wir unsere Fans für dieses Thema sensibilisieren und darauf aufmerksam machen, dass Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bei Rot-Weiss Essen nichts zu suchen haben“, so André Severin, der gemeinsam mit Stephan Krausenbaum und Marco Schuh das Fanvertreter-Gremium bildet.

Nach Hertha BSC Berlin, Werder Bremen, FC St. Pauli und Borussia Dortmund ist Rot-Weiss Essen der nächste Verein, der diese Schritte einleitet, um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

2.500 Infoflyer werden am Samstag der Stadionzeitung „kurze fuffzehn“ beigelegt sein, weitere 2.500 Flyer werden von Fans vor dem Stadion verteilt.

quelle ist die offizielle. das man das noch erleben darf..

everyday trash

antikapitalismus beim fussball:

rassismus beim fussball:

homophobie beim fussball:

wann wird dieser scheiss aufhoeren? vermutlich nie.
*der fairness halber sei erwaehnt, dass das dritte foto schon aelter ist.