Archiv für Dezember 2007

there must be some kinda way out of here

..said the joker to the thief. aber: noe.

ein tag in der weltgeschichte

statt langweiligen weihnachtsgruessen gibts hier heute ein paar nuetzliche informationen: der 24.12. ist schlicht und ergreifend ein scheisstag. verwandte besuchen die einfach nur nerven und sonst langeweile schieben, was ist da besser, als wenigstens ein bisschen was ueber die geschichte dieses datums zu lernen? wikipedia versorgt uns mit interessanten informationen, was in frueheren jahren am 24.12. geschah:

1865: General Nathan Bedford Forrest und andere heimgekehrte Soldaten der Südstaaten gründen nach dem verlorenen Bürgerkrieg in Pulaski, Tennessee den Ku-Klux-Klan.
1851: Ein Feuer wütet in der Library of Congress. 35.000 Bücher und andere Einrichtungsgegenstände, darunter ein Originalporträt von Christoph Kolumbus, werden ein Raub der Flammen.
1929: Der Westflügel des Weißen Hauses in Washington D.C. wird durch ein Feuer zerstört.
1912: Bei einer Explosion in einer Zeche auf der japanischen Insel Hokkaidō sterben 245 Bergleute.
1964: Eine Springflut tötet in Südindien und Sri Lanka mehrere tausend Menschen.

na, immerhin wurde yildiray bastürk heute vor 29 jahren geboren.

ihr habt die haesslichsten baeuche

endlich mal wieder was aus dem bereich haessliche tattoos, den wir unbedingt wieder pflegen muessen. fangen wir mal in kaiserslautern an:

sitzt zwar gar nicht unter der guertellinie, aber ist meilenweit drunter. auf ne andere art halt. und dann noch: ein echter krieger, direkt aus – naja, woher eigentlich? walhalla oder kaiserslautern? kommt er aus kaiserslautern und geht nach walhalla? fragen ueber fragen, die man wohl nie im leben beantwortet kriegen wird.

winterpause

puh, gerade geht wohl in sachen fussball nicht gerade viel. und politik ist irgendwie ganz schoen langweilig geworden, wenn man sich mal die nachrichten anschaut. im unertraeglich-land – also hier – scheint die wiederkehr von marco, dem vielleichtvergewaltiger, das groesste ereignis zu sein. an sich eine total banale und langweilige geschichte, fuer die sich nur interessiert, wessen leben sich auch sonst nach den jeweiligen bildschlagzeilen ausrichtet, aber in einem spiegelartikel dazu findet man doch noch eine interessante anmerkung, die den betrachter aufhorchen laesst:

In Marcos Heimatstadt Uelzen wurde die Nachricht von der Freilassung mit großem Jubel aufgenommen. Die Menschen, die dort Mahnwachen abgehalten hatten, skandierten nur wenige Sekunden nach Bekanntwerden der Nachricht „Marco ist frei! Marco ist frei!“. Es bildete sich sogar ein Autokorso, Deutschlandfahnen wurden geschwenkt.

man moechte fragen: was auch sonst? als das letzte mal jemand heim ins reich durfte, haben die deutschen schliesslich auch jubiliert:

und ja, dieser eintrag beruht zu einem guten teil auf langeweile. aber auch in der weihnachtszeit muss man hart bleiben, erstens mit sich selbst und zweitens mit der gesamtsituation, die immer noch aeusserst bescheiden ist. und im neuen jahr die weltrevolution..

groundhopping

unsere freunde von verbrochenes.net haben eine reise getan, und zwar nach israel. und weil sie trotz aller widrigen umstaende und der nervlichen belastung, die der scheiss mit sich bringt (wir sprechen da aus erfahrung..) irgendwie halt doch noch fussballfans sind, haben sie gleich auch noch einen laenderpunkt dort gemacht, sprich ein spiel besucht. sogar zwei. und davon berichten sie hier. sehr interessant.

red and white

das spiel gegen duesseldorf liegt jetzt schon ein bisschen zurueck, doch beim durchschauen unserer referer-liste bin ich auf einen kleinen spielbericht zu dem kick gestossen, und zwar auf blogspot-page die wirtschaft. wenn ich das ganze richtig verstehe, gehts auf der seite um die erlebnisse eines mannes aus england, der – wie auch immer – auch ein fan von rwe ist. ueber das spiel gegen duesseldorf schreibt er in der definitiv schoeneren der beiden sprachen:

Considering my first RWE match was a pulsating 4-4 draw, I suppose it was some sort of karma that the final match was a 0-0.

It was far from a disappointing match with Essen dominating a very poor (though good defensively) Dusseldorf. We had plenty of chances, hit the post and the bar a couple of times and I think I am leaving a healthy club. Although only 10th in the table, Rot Weiss are just five points behind the leaders and if I was a betting man I would be tempted to back them to get automatic promotion.

On Wednesday I will be moving to Berlin. Mixed feelings about going – will miss certain people and obviously the football. I have always enjoyed going to watch football where ever I have lived. The ticket prices in England made going less enjoyable so in the past few years in England I have only tended to go when the tickets were free and spent many enjoyable days at the likes of Man City, Crewe, Huddersfield, occasionally Newcastle and embarrassingly Everton.

German soccer was a bit of a culture shock for me and it has reminded me of going to watch Liverpool in the mid-1980’s when we could stand! The crowds are alot better here – more vibrant and real. It feels slightly more dangerous. English football has been taken over by the middle classes. I expect German football will go the same way but for time being it’s the best place in Europe to watch soccer. imho.

mit einigen aussagen stimme ich zwar nicht gerade ueberein, aber trotzdem sind doch so mehr oder minder fremde eindruecke immer ganz interessant. sein erstes spiel war wohl das heute bereits legendaere 4-4 gegen eintracht frankfurt, kein wunder dass man dem verein nach so einem erlebnis treu bleibt..

messer gabel schere licht

angesichts der tatsache, dass in essen bei heimspielen immer wieder von den gaestefans grosse mengen pyrotechnischen materials angezuendet werden, will rot-weiss bald vielleicht andere seiten aufziehen, wie in der reviersport zu lesen ist:

Wo man schon beim Thema wäre, denn sollte die Bestrafung bestehen bleiben, sieht sich Schäfer und der Verein zu anderen Aktionen gezwungen: „Bald steht das Pokalmatch gegen den HSV an, die haben beim UEFA-Cup in Bergen ebenfalls Pyromaterial abgebrannt. Also müssen wir drastische Maßnahmen ergreifen. Was bedeuten würde, wir müssten Zelte aufbauen und jeder muss sich bis zur Unterhose ausziehen. Wer das nicht macht, bekommt keinen Zutritt. Denn sollte wieder etwas vorkommen, müssten wir mit einer Spielsperre rechnen.“

klingt gar nicht schoen, oder besser: ziemlich menschenverachtend. was die verantwortlichen von rwe und dfb wohl denken wuerden, wenn sowas hier in deutschland passierte?

jeder schuss ein deutscher soldat

es gibt ekelhafte dinge auf dieser welt: deutschland zum beispiel oder schalke 04, um nur zwei zu nennen. und wenn man diese beiden kombiniert, was kommt dann dabei heraus? vielleicht sowas wie das hier: ein schalke-panzer.

bild erklaert uns dazu:

Stell dir vor, unsere Jungs müssen ausrücken und es rollt ein Schalke-Panzer aufs Schlachtfeld! Kein Witz: Diese blau angemalte und mit dem Wappen von Schalke 04 verzierte „Haubitze 2000“ gehört zur Bundeswehr!

Ein Leser-Reporter fotografierte die „Tor-Kanone“ in Augustdorf. Die Soldaten des dort stationierten Panzerartillerie-Bataillons haben sie in ihrer Freizeit angemalt, damit ihr scheidender Kommandeur, Oberstleutnant Axel Hermelingen (45), darin eine Abschiedsrunde fahren kann. Der ist nämlich großer Schalke-Fan.

Bei der Bundeswehr nehmen sie solche Aktionen mit gelassenem Humor. So ein Abschiedsgeschenk, hieß es gegenüber BILD.de – zeuge von besonderer Wertschätzung und sei der Beweis, dass der betreffende Offizier sich durch außergewöhnlich positive Menschenführung ausgezeichnet habe! Außerdem sei die Farbe
umweltverträglich und abwaschbar.
Könnte ja sein, dass die Kanone
doch noch mal gebraucht wird…

ob der fuer seine aussergewoehnlich positive menschenfuehrung bekannte offizier seine vorbilder auch in ss und wehrmacht sieht? dann waere der bogen zu des fuehrers liebstem kind, dem fc schalke 04, ja wunderbar geschlagen.

just a cop

eigentlich sind diese blogeintraege, wer auf wessen seite durch welche google-suche gelangt ist, meistens ziemlich langweilig und albern. aber diesmal muessen wir einfach eine ausnahme machen!

lieber unbekannter internetbenutzer, der du auf unsere seite gefunden hast, in dem du bei google polizisten sind auch nur menschen eingegeben hast, wir muessen dich leider enttaeuschen. diese aussage ist mit nein zu beantworten.

football without politics

in nahezu jedem deutschen stadion hoert man es immer wieder: politik – sowas machen wir nicht, spaltet nur die kurve, wir muessen alle positionen zu wort kommen lassen (okay, gegen nazis sprechen sich schon einige kurven aus, so fair sollte man auch sein..), bla, bla, bla. den gemeinsamen kitt fuer diese ideologie liefert der verein, und gewisse feindbilder wie dfb, den modernen fussball und bonzen finden sowieso alle scheisse, ganz unabhaengig vom politischen standpunkt. und dann gibts da noch jemanden, den feind aller voelker, die weltpolizei, an dessen spitze der kriegstreiber george bush – zitat aus dem infobrief der ultras gelsenkirchen – steht, die verkoerperung alles boesen, denn schliesslich wird sport in den usa ja auch ganz anders gefeiert und ueberhaupt ist die groesste befuerchtung der deutschen seit beginn des 20. jahrhunderts, dass in europa so genannte amerikanische verhaeltnisse einzug halten. wer nicht glaubt, dass diese kontinuitaet schon so lange existiert, dem sei das buch feind bild amerika von dan diner empfohlen, der in seiner karriere als hochschullehrer auch schon einige jahre den lehrstuhl fuer aussereuropaeische geschichte hier bei uns in essen bekleidet hat. diner zeigt die bestaendigkeit des amerikahasses in deutschland und die immer gleichen figuren, in denen er auftritt, in anschaulicher art und weise auf.

und was war jetzt der anlass fuer den blogeintrag? ein bild von einem heimspiel des ssv reutlingen, bei dem die ultragruppe szene e folgendes spruchband entrollte:

dabei muesste man doch als geschichtsbewusster reutlinger wissen, was die usa so zu leisten im stande sind. zitiert nach wikipedia:

In der Endphase des Zweiten Weltkriegs und der NS-Diktatur wurde Reutlingen durch vier Luftangriffe der Westalliierten schwer in Mitleidenschaft gezogen, rund 25 Prozent des Gebäudebestandes wurden vernichtet.