Take the things, which you have

Der „Magische FC“ bleibt wieder einmal unverwechselbar.

Die Um-/Neubauten am Millerntor sind im vollen gange, das erste Spiel verbrachte die aktive Szene bereits auf der Südtribüne und scheinbar sind alle Parteien vorerst zufrieden.

Die Verantwortlichen dafür sind sicherlich nicht nur die Vereinsführung, sondern auch die aktive Szene, welche in Hamburg scheinbar im ständigem Austausch mit der Vereinsführung steht und somit ein durchaus mitgestaltende Rolle einnimmt.
In einem Artikel des Online Magazine´s „Welt-Online“ zeigt sich wieder einmal das der FC St.Pauli einer der wenigen Vereine ist, der es schafft sich, so wie er ist, selbst zu vermarkten und das scheinbar mit Erfolg, denn die Ränge bleiben nie leer.
So wird der Fanszene ermöglicht ihre Kurve selbst zu regulieren um sich, soweit es geht, im Stadion so auszuleben, das es einen würdigen Support möglich macht.
Desweiteren wird Wert auf Traditionen und bisherige Stilrichtungen des Vereins und das Viertels gelegt, was sich bspw. in der Einrichtung des neuen Innenlebens der Südtribüne äußert. So werden einige Räumlichkeiten mit Elementen bestückt, welche an Kiez oder den Verein erinnern wie zum beispiel Pflastersteinen aus der Herbertstraße oder die Verwendung der alten Spielerbänke im Ballsaal.
Die Außenfassade soll an das Hafengebiet und die „Speicherstadt“ erinnern, so wird sie mit Backstein Elementen eingedeckt.
Besonders Positiv hebt sich hervor, das eine bestimmte Fläche für Namenhafte Internationale Graffiti Künstler zur verfügung steht, auch das zeigt wieder das alternative Image des Vereins.

Ich persönlich glaube, das bei einigen anderen Vereinen eine ähnliche Marketing Strategie Funktionieren kann, so zum beispiel auch bei unserem Verein in Essen.
Viele Gästefans oder Groundhopper schreiben in berichten von einer Reise in die Vergangenheit, in eine andere Welt. Ich denke das man davon Profitieren kann, denn die großen Sponsoren die eine perfekte VIP lounge für ihre Geschäfte haben wollen, werden ganz bestimmt nicht in Essen einsteigen. Da gibt es im Pott ganz andere Vereine, welche durchaus atraktiver sind.
Mit einem alternativen Image in Ahnlehnung an eine „das ist noch Fussball“ Einstellung, würde der Verein sich sicherlich attraktiver machen als er jetzt ist und sicherlich auch als manch anderer Bundesliga Verein und ich denke die Essener Fanszene würde das auch dankend annehmen.
Es soll nicht einfach stehen bleiben, bzw. so sein wie in den 80er oder 90er jahren, nein, eine entwicklung muss weiter stattfinden, allerdings nicht so wie es beim Großteil der Vereine der Fall ist.
Eine Entwicklung ins moderne, ohne traditionelle Werte zu verlieren.
Sicherlich ist solch ein Image nicht bei jedem Verein bspw. durch Finaziellemittel aufzubauen, doch die Grundvorraussetzung ist bei uns gegeben, das Image besteht bereits, doch die Vereinsführung scheint diese Möglichkeit nicht zu sehen bzw. nicht in betracht zu ziehen oder es wird angestrebt, irgendwann das zu erreichen, was mancher als den modernen Fussball bezeichnet.