Archiv für Juli 2007

my style is your style

ueber die wirklich exzellente planet-funktion von blogsport bin ich via dieses blogs auf eines gestossen, dass sich mit politischen plakaten beschaeftigt. dort gibts allerhand interessante informationen und bilder, unter anderem auch etwas zu dem von nazis mittlerweile aufs massivste kopierten linken stils und ihrer aesthetik. wer sich mit dem thema noch nicht beschaeftigt hat, kann in dem posting noch das eine oder andere neue plagiat finden.

wer bin ich?

gefunden bei den freunden von verbrochenes.

one more beer

uebernehmen wir einfach mal den text von bierkastenbattle, anstatt selbst was zu schreiben:

Nicht jeder hat zuhause auf dem Balkon oder Grundstück eine eigene Wall. Das ist traurig,
denn jeder könnte eine haben und sollte eine haben. Also heisst es selber eine Wall zu bauen.
Es werden dazu lediglich ein paar Bierkästen benötigt, die zu einer Wall zusammengestellt werden.
Das geht ganz einfach und kann jeder…
Doch wie cool ist sie ?
Ein Battle muss her? Richtig! Ein Bierkasten-Wall-Battle !!

gefunden bei just.

meine bande ist cooler als deine

bekleidungsgeschaefte, in denen sich der interessierte nazi mit neuen klamotten eindecken kann, sind ein ziemliches aergernis. den laden goaliat in bochum, in dem man thor steinar und anderen muell kaufen konnte, gibt es nicht mehr, dafuer hat der besitzer nun in dortmund ein neues geschaeft eroeffnet. die produktpalette scheint dieselbe zu sein wie ein paar kilometer weiter westlich, die kundschaft duerfte sich ebenfalls nicht veraendern. fuer fussballfans besonders interessant: der eigentuemer, herr kellerhoff, war mal hooligan beim vfl bochum und besitzt augenscheinlich immer noch ganz passable kontakte in die szene.

einen zugegebenermassen aeusserst peinlich formulierten – aber das kennt man ja von azzoncao nicht anders – artikel zu dem thema gibt es bei indy. trotzdem bleibt zu hoffen, dass dem laden ein aehnliches schicksal widerfaehrt wie der east coast corner in rostock. stay rude!

the nineties are back

liest man alte ausgaben des hooliganblaettchens fantreff, werden dort teilweise schlaegereien in ausmassen erwaehnt, die heute unvorstellbar sind. aufeinandertreffen von dreihundert und mehr gewaltbereiten fans waren in den 80ern und 90ern des vergangenen jahrhunderts keine seltenheit, und heutzutage treffen sich kleinstgruppen fernab des stadions, um ihrem etwas befremdlichen hobby nachzugehen. nicht so in niedersachsen: entgegen anderslautender wahrnehmung entwickelt sich das bundesland noerdlich von nrw zu einer wahren hooliganhochburg, alleine in braunschweig sind 500 (!) stadiongaenger der gewaltbereiten kategorie b zuzuordnen.

alles quatsch? wohl den bericht des niedersaechsischen ausschusses fuer sport und sicherheit noch nicht gelesen!

nichts verstanden pt2

fussballfans, die sich gern als traeger emanzipatorischer ideale darstellen, findet man besonders haeufig in sogenannten ultragruppen. man sieht sich als elitaerer zirkel, der die gesetze der welt verstanden und das elend des sports durchschaut hat, moechte sich gegen ueber den normalos abgrenzen und verwendet immer haeufiger klassische linke aesthetik. doch wie sieht es hinter den kulissen aus?

auffaellig ist schonmal, dass in den meisten gruppen eindeutig maenner den ton angeben, haeufig gar keine oder nur sehr wenige frauen ueberhaupt mitglied der gruppen sind. das ist zunaechst einmal vor allem deshalb merkwuerdig, weil mittlerweile in deutschen stadien beinahe ein 50 zu 50 verhaeltnis von frauen und maennern vorhanden ist – ein trendwandel, der sich vor allem in den letzten jahren abzeichnet. bei ultras scheint das ganze aber nicht der fall zu sein: hier wird naemlich weiterhin ein geschlechterbild idealisiert, dass vermutlich niemals aussterben wird: maenner haben das sagen, sind stark und aggressiv, waehrend frauen moeglichst die schnauze halten, wenn sie dazu gut aussehen, umso besser. der ton ist klar: natuerlich, frauen duerfen auch mitmachen, aber nur wenn sie sich voll engagieren und am besten mehr als 100% hinter der sache stehen. maenner hingegen duerfen gerne auch stumpfe suffprolls sein, die keinerlei engagement zeigen, hauptsache ist eigentlich nur eins: mann kann sich gut kloppen.

wers nicht glauben will, dem sei dieser thread hier ans herz gelegt.

suchspiel

finde den haesslichsten und unpassendsten sticker auf dem bild:

ryc2

fussball-streetart kann manchmal so deplaziert sein. gefunden uebrigens bei ryc.

naziverzeichnis

nach dem ueberwaeltigenden erfolg des angebots studiverzeichnis gibt es mittlerweile auch einen ableger fuer schueler. da sich ca 95% aller studenten und schueler nicht zu dumm sind, so viele details ueber ihr privatleben wie moeglich auf dieser seite anzugeben, kann jeder, der an sowas interesse hat, umfangreiche profile verschiedenster menschen erstellen. einen interessanten artikel zu nazis, die immer staerker im schuelerverzeichnis vertreten sind, gibt es bei trotzdem.

ebenfalls zu empfehlen ist es uebrigens, mal nach bestimmten schlagworten im studivz zu suchen. so gibt es unter anderem folgende gruppen, in klammern ihre mitgliederzahl: anti israel und usa (627), Israel-öffentlich-kritisieren-können-Gruppe (1019) oder auch fuck you mr. bush (1016, sinnigerweise als bild einen mit hitlerbart versehenen amerikanischen praesidenten). wer moechte eigentlich noch behaupten, an universitaeten liefen viele schlaue koepfe rum?

von der straße

streetart, graffiti oder auch purer vandalismus. es gibt unterschiedliche beweggruende, die meistens junge menschen dazu veranlassen, auf der straße aktiv zu werden. mancheine(r) sieht streetart, aus bequemlichkeit fasse ich alle erscheinungsformen von straßenkunst unter diesem begriff zusammen, auch wenn es hier erhebliche (qualitaets-)unterschiede – qualitaet nicht im sinne von aesthetik – gibt (nein, wenn ich jetzt anfange darueber zu schreiben, hoere ich gar nicht mehr auf und ich moechte auch nicht diejenigen beleidigen, die wirklich mit dem herzen bei der sache (streetart) sind, als gegenbewegung zu der aggressiven bilderflut durch medien/werbung. mensch wird z.b. staendig durch uebergroße werbeplakten oder durch leuchtschriftzuegen im ubahn-tunnel etc. beeinflusst. streetart ist anders; ist kostenlos. niemand soll dadurch zum kaufen irgendeines produktes verleitet werden. wenn streetart eine aussage hat, dann eher eine idealistische. um so perverser, wenn streetartelemente von der werbung missbraucht werden. adidas; der fernsehsende dmax (in essen viel zu sehen), puma und andere firmen engagieren menschen, die stencils anbringen (oder auch um nicht strafrechtlich verfolgt zu werden, diese mit hochdruckreinigern anbringen). schaut mensch fernseh‘, speziell jugendsender wie mtviva, gibt es jede menge sticker etc. zu sehen, die animiert durchs bild fliegen. es gibt mehrere solcher beispiele. im prinzip ist es nichts neues – modefirmen drucken ihre namen in „graffiti-schrift“; riesen brustaufdrucke im graffitistyle etc. da werden die rosinen herausgepickt. sticker, cut-outs, bunte bluemchenpieces, stencils etc. sind einfach zu schoen… noch ein zeitungsartickel zu dem thema.

nazi scum

daniel baerwolf, frueher stuermer des vfb luebeck, im stilechten nazidress: schwarze sonne und thor steinar-jacke.

baerwolf

das bild in voller pracht gibt es hier.