von der straße

streetart, graffiti oder auch purer vandalismus. es gibt unterschiedliche beweggruende, die meistens junge menschen dazu veranlassen, auf der straße aktiv zu werden. mancheine(r) sieht streetart, aus bequemlichkeit fasse ich alle erscheinungsformen von straßenkunst unter diesem begriff zusammen, auch wenn es hier erhebliche (qualitaets-)unterschiede – qualitaet nicht im sinne von aesthetik – gibt (nein, wenn ich jetzt anfange darueber zu schreiben, hoere ich gar nicht mehr auf und ich moechte auch nicht diejenigen beleidigen, die wirklich mit dem herzen bei der sache (streetart) sind, als gegenbewegung zu der aggressiven bilderflut durch medien/werbung. mensch wird z.b. staendig durch uebergroße werbeplakten oder durch leuchtschriftzuegen im ubahn-tunnel etc. beeinflusst. streetart ist anders; ist kostenlos. niemand soll dadurch zum kaufen irgendeines produktes verleitet werden. wenn streetart eine aussage hat, dann eher eine idealistische. um so perverser, wenn streetartelemente von der werbung missbraucht werden. adidas; der fernsehsende dmax (in essen viel zu sehen), puma und andere firmen engagieren menschen, die stencils anbringen (oder auch um nicht strafrechtlich verfolgt zu werden, diese mit hochdruckreinigern anbringen). schaut mensch fernseh‘, speziell jugendsender wie mtviva, gibt es jede menge sticker etc. zu sehen, die animiert durchs bild fliegen. es gibt mehrere solcher beispiele. im prinzip ist es nichts neues – modefirmen drucken ihre namen in „graffiti-schrift“; riesen brustaufdrucke im graffitistyle etc. da werden die rosinen herausgepickt. sticker, cut-outs, bunte bluemchenpieces, stencils etc. sind einfach zu schoen… noch ein zeitungsartickel zu dem thema.


2 Antworten auf “von der straße”


  1. 1 gelo 20. Juli 2007 um 18:26 Uhr

    Auch an unserem Ground ist so ein DMAX Schriftzug zu finden. Mal sehen wie lange noch. Vllt. nimmt sich die Kohorte ja mal wieder dem Problem an. ;)

  2. 2 frankreich muss bis polen reichen 31. Juli 2007 um 22:57 Uhr

    Als vor einigen Jahren die Ausstellung Backjumps – The Live Issue eröffnete, schlug sie ein wie eine Bombe. Innerhalb von sechs Wochen wollten 12.000 Besucher die von Straßenkünstlern gestalteten Flächen des Kunstraums Bethanien in Berlin sehen. Das Graffiti in der Stadt erhielt durch die Ausstellung einen kräftigen Qualitätsschub. Vorher hieß es bei Tags immer nur: „Schmierereien“. Und nun fand die überregionale Presse immer mehr künstlerisch anmutende Grafiken an den Wänden vor. Es folgten Veranstaltungen wie die Pictoplasma-Konferenz oder das Sprayer-Festival Rhytm of the Line, die eine neue grafische Ästhetik etablierten und Berlin zu einem Zentrum für Streetart machten. Klingt doch eigentlich gut. Nein, sagt Diana Artus. Sie ist Mitbegründerin des Künstlerkollektivs IMPEXunlimited.. Artus meint Graffitis sind dabei, erfolgreich domestiziert zu werden. Ergo: StreetArt wird zunehmend harmloser.

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