Archiv für Juni 2007

„ihr habt die haesslichsten trikots“

auf die gefahr hin, dass nun der vorwurf aufkommt, dieses blog werde von lookisten gemacht: in gewisser hinsicht stimmt das leider. es gibt naemlich tatsaechlich sowas wie objektive haesslichkeit, auch wenn sie weniger auf menschen als vielmehr auf von menschen hergestellte produkte zutrifft. wer das leugnen moechte, dem sei diese seite zum genaueren studium angeraten. ein kleiner vorgeschmack, was euch dort erwartet, kann ja nicht verkehrt sein, also:

haesslich

der chant „ihr habt die haesslichsten trikots“ ist zwar sowieso total laecherlich und wurde zumindest bei rot-weiss auch schon lange nicht mehr intoniert, aber nach dem studium dieser seite sollte man das auch in deutschen ligen nicht mehr anstimmen.

pokal und liga drei

heute werden die paarungen fuer den dfb-pokal ausgelost. jedes mal, wenn das geschieht, fuehlt man sich an den film football factory erinnert, wenn die auslosungen fuer den englischen pokal stattfinden und chelsea der verhasste londoner stadtrivale millwall („its FUCKING millwall!“) zugelost wird. werden wir dieses jahr gegen den rivalen aus gelsenkirchen antreten duerfen (und uns auf fantechnischer und fussballerischer ebene vorfuehren lassen)? immerhin haben wir auch in diesem jahr wieder heimrecht und werden deshalb definitiv gegen eine mannschaft aus liga 1 oder 2 antreten. na, immerhin. spaeter werden wir wohl mehr wissen.

gleichzeitig lohnt sich ein blick auf die homepage des vereins, um festzustellen: auch im naechsten jahr wird man wieder keinen der spieler kennen, weil so ziemlich 90% der mannschaft ausgetauscht worden sind. nun kann man entweder anfangen, wieder die rueckennummern auswendig zu lernen, sich mit diesen typen zu beschaeftigen und dann bemerken, dass es mal wieder eine menge unfaehige idioten sind, die da den dress des schoensten clubs der welt fuer mindestens eine saison durch die gegend tragen, oder aber man wendet sich option zwei zu: einfach nur noch ertragen, aendern kann man auf diesem feld eh nix. irgendwie ist es doch mittlerweile echt egal, ob man in liga drei oder in liga zwei kickt. klar, oberliga im naechsten jahr muss nicht sein, aber ansonsten ist auch nicht jeder zwingend scharf auf die zweite liga mit ihren beschissenen anstossterminen und mindestens genauso viel unattraktiven gegnern. nun gut, bald geht der scheiss wieder los, dann wird man zwangslaeufig nicht drumrum kommen, sich ein wenig mit den sportlichen aspekten dieses hobbys auseinanderzusetzen.

der verein hat uebrigens seit dem 13. juni schon 800 dauerkarten verkauft, nicht schlecht.

lichtbilder

lichtbild

richtig fett, kann man nicht anders sagen. mehr unter anderem hier, hier und ausserdem noch hier.

hansa cool, preussen nicht

hansa
in voller groesse

schon ein schickes ding. gibt es also doch schicke fussball-streetart, die ueber „ich-klebe-200-gekaufte-aufkleber-meiner-gruppe-an-ein-haltestellenschild“ hinausgehen sollte? wir wollen es hoffen, langsam wird dieses aufkleberinferno, gerade hier im ruhrgebiet, naemlich echt langweilig und ermuedend.

und wo wir gerade bei reclaimyourcity sind, eine seite, die man auch sonst nur empfehlen kann:
plakat
richtig cool. und in gross.

ich zieh ne line und ihr zieht leine

http://www.youtube.com/watch?v=g9N4uNBzweI

kiz, yoah! wir boxen dich zu kartoffelbrei..

nique la police

als wenn man das nicht haette ahnen koennen: die polizei hat sich im rahmen der g8-proteste in heiligendamm doch tatsaechlich unverhaeltnismaessig verhalten, was uebrigens ganz schoen merkwuerdig klingt. mehr dazu findet man unter anderem heute bei dem inoffiziellen presseorgan der gruenen, der taz.

und fuer alle freunde der kurzen filmchen gibts auch noch was, und zwar beim spiegel.

deutschland, du arschloch

vorweg: die jungle world, eine ziemlich lesbare wochenzeitung, feiert derzeit ihren zehnjaehrigen geburtstag. dazu kann man ihr gratulieren, vor allem aber bleibt zu hoffen, dass sie ihre chronische geldnot irgendwann richtig in den griff kriegt, deshalb ist ein abonnement des blatts durchaus empfehlenswert, zumal da immer wieder gute texte drin auftauchen.

in eben jener jubilaeumsausgabe findet sich auch ein artikel, der unter anderem von alex feuerherdt geschrieben ist. feuerherdt hat schon in verschiedenen zeitschriften artikel zu themen wie nationalismus oder antisemitismus im zusammenhang mit fussball thematisiert und diesmal geht es ihm um einen rueckblick auf die entwicklung um die deutsche nationalmannschaft. in dem artikel wird zwar nur ansatzweise gezeigt, wie sich der neue deutsche nationalismus auch in der bewertung der nationalmannschaft und ihrer protagonisten wiederschlaegt, lesenswert ist er aber allemal.

streifzuege

ue

bei wanderung durchs essener stadtgebiet entdeckt. mehr davon findet der interessent hier.

dfb-fankongress nachlese pt.2

einen rueckblick der anderen art findet man nun bei den freunden von verbrochenes.net. vor allem das fazit gegen ende des beitrags scheint mir doch ziemlich gut zusammenzufassen, worum es bei diesen kongressen mittlerweile nur noch geht: selbstzweck und reproduktion des immer gleichen.

dfb-fankongress nachlese pt.1

der dfb-fankongress, der am vergangenen woche stattgefunden hat, ist vorbei und offenkundig ist – ueberraschung! – nicht viel bzw gar nichts dabei rumgekommen. wen das wundert, der hat offenkundig immer noch nicht verstanden, dass sich fans und funktionaere mit ihren forderungen und wuenschen in einigen punkten derart diametral gegenueberstehen, dass so etwas wie ein kompromiss gar nicht moeglich ist.

die eine seite moechte naemlich gern alle stadionverbote abschaffen, spiele wenn moeglich nur am samstag ausgetragen sehen und zurueckkehren zu einem fussball, den es so, wie er im nachhinein verklaert wird, nie gegeben hat. die andere position moechte das alles nicht und ist vor allem daran interessiert, fussball zu einem fuer potenzielle investoren moeglichst attraktiven geschaeft umzubauen, was ihr hervorragend gelingt. dementsprechend hat der dfb zum beispiel auch ueberhaupt kein interesse daran, etwas an anstosszeiten wie freitag 18 uhr oder montag 20 uhr zu aendern. das gleiche gilt fuer die uebrigen punkte, von daher duerfte es muessig sein, sich die finger wundzutippen.

das haben auch schon genug andere getan:
die sueddeutsche,
das abendblatt,
das neue deutschland,
oder auch die faz.

aus der essener szene war uebrigens niemand zugegen.